Wettgutschein ohne Einzahlung 2026

Updated Oktober 2026
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Wer in Österreich nach einem Wettgutschein ohne Einzahlung sucht, landet rasch bei Begriffen, die das Marketing bereitwillig streut: „gratis“, „risikofrei“, „geschenktes Guthaben“. Die Realität ist nüchterner. Ein Wettgutschein ohne Einzahlung ist in Österreich de facto nicht als dauerhaftes Angebot verfügbar — der Weg, den Spielerinnen und Spieler gehen können, führt über eine kleine Ersteinzahlung, an die der Anbieter dann FreeBets oder einen Bonus heftet. Wer den Markt kennt, sieht, dass die Wahl zwischen Anbietern mit und ohne österreichische Bewilligung steht, dass Auflagen von FreeBets den tatsächlichen Wert spürbar senken, und dass die 5 % Wettgebühr seit 1. April 2025 jeden Gewinn zusätzlich schmälert.

Ein leerer Wettschein aus Papier ohne Aufdruck liegt auf einem Holztisch neben einem Kugelschreiber im Licht einer Schreibtischlampe.
Das FreeBet-Angebot von win2day Sportwetten umfasst fünf FreeBets zu je 10 € (insgesamt 50 €) nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 €; sie sind drei Jahre nutzbar.

Aktualisiert am 30. Oktober 2026 – geprüft gegen die Selbstdarstellung der Anbieter (Impressum, AGB, Promotionsseiten).

Was ein Wettgutschein in Österreich wirklich ist

Ein Wettgutschein ist ein Versprechen des Anbieters, eine Wette mit einem vom Anbieter gestellten Einsatz zu platzieren. Er ist keine gesetzliche Größe, kein einklagbares Recht und keine staatliche Förderung. Die Ausgestaltung bleibt vollständig dem Anbieter überlassen — Höhe, Laufzeit, anrechenbare Wettarten, Mindestquoten und Fristen legt jede Plattform in ihren Promotionsbedingungen selbst fest. Wer das vergisst, liest „Wettgutschein ohne Einzahlung“ und übersieht, dass es sich um eine Promotion handelt, deren wirtschaftlicher Wert sich erst aus den Bedingungen ergibt.

Ein Fußball liegt auf dem Elfmeterpunkt eines leeren Rasenplatzes im Abendlicht, dahinter eine ruhige Tribüne ohne Zuschauer.
Bei Wetten, die als FreeBet gespielt werden, ist die Cash-Out-Funktion von win2day deaktiviert.

Die Suche nach einem Wettgutschein ohne Einzahlung trifft in Österreich auf eine klare Marktgewohnheit: Anbieter koppeln das Angebot an eine Mindesteinzahlung, oft an eine symbolische von 1 € oder 10 €. Die „ohne Einzahlung“-Variante bleibt die Ausnahme und ist meist an strengere Auflagen gebunden als ein Standard-Willkommenspaket. Wer das eigene Wettverhalten im Griff behalten will, fährt mit der kleineren Einstiegshürde oft besser — ein 50-€-FreeBet-Paket nach 1 € Einzahlung kostet bei einem Wettfreund mit kleinem Budget weniger Verlustpotenzial als eine 100-€-Bonusjagd.

Der entscheidende Unterschied: Bei einem FreeBet wird der Einsatz im Erfolgsfall nicht mit ausgezahlt. tipp3 etwa zieht bei einer gewonnenen Wette die Wettgebühr vom Gewinn ab; bei einem FreeBet, der nicht mit ausgezahlt wird, fällt der Gewinn entsprechend kleiner aus. Wer mit einem 10-€-FreeBet auf eine Quote von 1,90 setzt, gewinnt 9 € — nicht 19 €. Das ist der Mechanismus, an dem jeder Wettgutschein gemessen werden muss.

FreeBets, Boni und Gutscheine – die Formen, die der Markt kennt

Der Begriff „Wettgutschein“ deckt am österreichischen Markt mehrere Konstrukte ab, die allesamt unterschiedlich funktionieren.

FreeBet. Ein FreeBet ist ein vom Anbieter gestellter Einsatz. Setzt die Wettkundin ihn erfolgreich um, wird nur der Nettogewinn ausgezahlt, der FreeBet-Einsatz selbst verbleibt beim Anbieter. Das FreeBet-Angebot von win2day etwa umfasst fünf FreeBets zu je 10 €, die nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 € gutgeschrieben werden und drei Jahre nutzbar sind. Die FreeBets gelten ausschließlich für Einzelwetten, nicht für Systemwetten, müssen genau in Höhe des FreeBet-Betrags gesetzt werden und sind nicht auszahlbar. Bei FreeBets ist die Cash-Out-Funktion bei win2day deaktiviert.

Einzahlungsbonus. Beim Einzahlungsbonus verdoppelt oder erhöht der Anbieter die erste Einzahlung um einen bestimmten Prozentsatz bis zu einer Obergrenze. Dragonia etwa bietet 100 % der ersten Einzahlung bis 100 €, Spielerinnen und Spieler aus Österreich, Deutschland, Finnland, Norwegen und der Schweiz erhalten maximal 200 €; die Mindesteinzahlung liegt bei 20 €. Das ist kein Gutschein, sondern ein klassischer Bonus, an den in der Regel Umsatzbedingungen geknüpft sind.

Cashback. Ein Cashback erstattet einen Teil der Nettoverluste über einen bestimmten Zeitraum — täglich, wöchentlich oder monatlich. Krypto-Anbieter wie Winz werben mit 20 % täglichem Cashback ohne Limit. Auch Cashbacks sind kein Gutschein, sondern eine Verlustbremse.

Boosted Odds / Quotenerhöhung. Der Anbieter hebt die Quote für ein bestimmtes Ereignis über den regulären Marktwert. Das ist kein Gutschein, sondern eine Wette zum verbesserten Preis.

Wettgutschein im engeren Sinn. Einige Anbieter versenden tatsächlich Gutscheincodes, etwa als Teil von Partneraktionen oder Treueprogrammen. In Österreich sind diese Codes seltener als die im Abschnitt „FreeBets, Boni und Gutscheine – die Formen, die der Markt kennt“ genannten Bonusformen und meist an sehr spezifische Bedingungen gebunden.

Die wichtige Frage bei jeder dieser Formen: Was bleibt netto übrig, wenn der Gutschein eingelöst ist? Bei einem 10-€-FreeBet auf eine 1,90-Wette sind es 9 €; bei einem 10-€-Einsatz auf dieselbe Quote 19 €. Der Gutschein spart nur den Einsatz, nicht den Gewinn.

Was ein FreeBet in Euro wert ist – die Rechnung

Die Rechnung, was ein FreeBet wirklich taugt, gehört zu den wenigen Stellen, an denen die Mathematik dem Marketing die Maske abnimmt. Der erwartete Wert eines FreeBets hängt von der Quote ab, auf die es gesetzt wird.

Wer einen 10-€-FreeBet auf eine Quote von 1,90 setzt, gewinnt bei Erfolg 9 € (Einsatz nicht erstattet). Wer denselben FreeBet auf eine Quote von 3,50 setzt, gewinnt 25 €. Die Verlockung, den FreeBet auf eine hohe Quote zu setzen, ist verständlich — wer nichts riskiert außer dem Gutschein, möchte den Maximalgewinn herausholen. Die Rechnung zeigt aber, dass der erwartete Wert eines FreeBets bei jeder positiven Quote unter dem Nennwert bleibt, sofern der Markt eine Buchmacher-Marge enthält.

Bei einer angenommenen Marge von rund 5 % auf einem Zwei-Wege-Markt (1,90 / 1,90) liegt der durchschnittliche Wert eines 10-€-FreeBets in der Größenordnung von etwa 4,5 € bis 5 € — also knapp die Hälfte des Nennwerts. Bei einer höheren Marge sinkt der Wert weiter, bei einer niedrigeren Marge steigt er. Wer den FreeBet auf eine sehr hohe Quote setzt, gewinnt im Erfolgsfall mehr, verliert aber häufiger; der Erwartungswert bleibt im Korridor um den halben Nennwert.

Das ist der Punkt, an dem der Marketingbegriff „Wettgutschein im Wert von 50 €“ seine Substanz verliert: Die 50 € sind der Nennwert der fünf 10-€-FreeBets, nicht der Betrag, der am Ende auf dem Wettkonto landet. Wer FreeBets konsequent auf niedrige bis mittlere Quoten setzt, schöpft einen größeren Anteil des Nennwerts ab, gewinnt aber weniger im Einzelfall.

Berechnungsannahme: Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten 1,90 (payout share ≈ 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) ≈ 0,95, Marge ≈ 5 %), FreeBet-Einsatz wird nicht erstattet. Erwarteter Wert = FreeBet × (Quote − 1) ÷ Quote × Auszahlungsanteil ≈ 10 € × 0,90 ÷ 1,90 × 0,95 ≈ 4,5 €. Bei höherer Marge sinkt der Wert, bei niedrigerer Marge steigt er. Der Wert ist ein statistischer Mittelwert über viele Wetten, keine garantierte Auszahlung.

Die Wettgebühr – der Abzug, der seit April 2025 jeden Gewinn schmälert

Seit 1. April 2025 unterliegen in Österreich alle Einsätze auf Sportwetten einer Wettgebühr von 5 % auf den Wetteinsatz. Die Gebühr ist im § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025 verankert. Die Pflicht trifft den Anbieter, nicht die Wettkundin — doch wie der Anbieter sie weitergibt, ist seine Sache.

tipp3 hat sich für eine teilweise Weitergabe entschieden: Bei verlorenen Wetten trägt tipp3 die Gebühr selbst, bei gewonnenen Wetten werden 5 % des Gewinns abgezogen. Das tipp3-Beispiel zur 5 %-Gebühr: Bei 10 € Einsatz und Quote 2,00 beträgt der Bruttogewinn 20 €, die Gebühr 1 €, der mögliche Gewinn bleibt bei 19 €.

Diese Logik hat eine Konsequenz für Wettgutscheine: Der Gewinn aus einem FreeBet ist nicht der volle Gewinn, sondern der Gewinn abzüglich 5 % Wettgebühr. Bei einem 10-€-FreeBet auf eine Quote von 1,90 ergibt sich ein Bruttogewinn von 9 €, die Gebühr davon 0,45 €, der Auszahlungsbetrag 8,55 €. Bei größeren Gewinnen fällt der absolute Abzug stärker ins Gewicht.

Gewinne aus Cash-Outs sowie „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten sind von dem Abzug ausgenommen — diese Wetten sind steuerlich anders behandelt. Wer seinen Gutschein strategisch einsetzt, kann die Wettgebühr umgehen, indem er auf Märkte setzt, die nicht unter den 5 %-Abzug fallen. Das ist kein Trick, sondern schlicht die Nutzung der gesetzlichen Ausnahmen.

Eine kleine Rechnung illustriert den Effekt: Ein Spieler, der über ein Jahr hinweg konsequent mit einem Wettgutschein im Nennwert von 100 € wettet und dabei einen durchschnittlichen Nettogewinn vor Gebühr von 30 € erzielt, hat nach Abzug der Wettgebühr noch rund 28,50 € auf dem Konto. Auf das gesamte Jahr gesehen ist der Effekt überschaubar; auf einen einzelnen hohen Gewinn kann er spürbar zubeißen.

Die Auflagen, die ein Wettgutschein mit sich bringt

Kein Wettgutschein kommt ohne Auflagen. Die typischen Bedingungen, die in den Promotionsbedingungen österreichischer Anbieter stehen, sind:

Mindestquote. Viele Anbieter lassen FreeBets nur auf Wetten mit einer Mindestquote zu, oft zwischen 1,50 und 2,00. Wer eine niedrige Quote bevorzugt, fällt mitunter durch das Raster. Boomerang-Bet etwa verlangt eine Mindestquote von 1,50 pro Auswahl, bei Kombiwetten ebenfalls 1,5 je Auswahl.

Umsatzbedingungen. Vor allem bei Einzahlungsboni muss der Bonusbetrag mehrfach umgesetzt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist. Fezbet etwa verlangt von Kundinnen und Kunden aus Österreich (wie aus Deutschland, Finnland, Norwegen und der Schweiz) ein 5-faches Umsetzen von Einzahlung plus Bonus; andere Länder müssen 6-mal umsetzen, mit Einzelwetten ab Quote 2,0 oder Kombiwetten ab Quote 1,5 je Auswahl. Skrill- und Neteller-Einzahlungen zählen nicht, Cash-out- und System-Wetten ebenso wenig.

Frist. Slotimo etwa gibt eine Frist von 30 Tagen ab Kontoeröffnung für die Umsatzanforderung an. Wer den Bonus zu langsam umsetzt, verfällt ihn.

Deckelung des Einsatzes. Boomerang-Bet etwa begrenzt den pro Wette anrechenbaren Umsatz auf 50 €. Wer mehr setzt, riskiert, dass der übersteigende Teil nicht zur Erfüllung der Umsatzbedingung zählt.

Einschränkung der Wettarten. win2day lässt FreeBets nur für Einzelwetten zu, nicht für Systemwetten. Andere Anbieter schließen Cash-Out-Wetten aus, Boomerang-Bet ohnehin.

Deckelung der Auszahlung. Manche Anbieter begrenzen den auszahlbaren Gewinn aus einem FreeBet auf einen Maximalbetrag. Das ist seltener als die anderen Auflagen, kommt aber vor.

Wer diese Bedingungen vor der Annahme eines Gutscheins liest, erspart sich die Überraschung, dass der Gewinn auf dem Konto einläuft, aber nicht ausgezahlt werden kann, weil eine Frist versäumt oder eine Quote unterschritten wurde.

Die zehn Anbieter im Überblick

Die folgende Übersicht listet zehn Anbieter, die österreichische Wettkundinnen und -kunden im aktuellen Markt antreffen. Die Reihenfolge folgt keiner Wertung — die Tabelle zeigt, wer eine österreichische Bewilligung vorweist und wer ohne eine solche dasteht. Die Spalten zur Bewilligung tragen die Information, die der jeweilige Anbieter selbst auf seiner Seite oder in seinem Impressum veröffentlicht; bei Anbietern ohne österreichische Bewilligung ist dies ausdrücklich vermerkt.

Anbieter Österreichische Bewilligung Betreiber / ausgewiesene Lizenz
tipp3 Bewilligung NÖ Landesregierung (NÖ Wettgesetz) Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H.
win2day Bewilligung NÖ Landesregierung (NÖ Wettgesetz) Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH
Starsportwetten Bewilligung – Land und Bescheid nicht veröffentlicht Star Sportwetten GmbH
Merkur Bets Bewilligung – Land und Bescheid nicht veröffentlicht nicht ausgewiesen
Vierklee Bewilligung Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0) Vierklee Wettbüro GmbH
Admiral Bewilligung OÖ Landesregierung (Oö. Wettgesetz) ADMIRAL Sportwetten GmbH
LeoVegas ohne österreichische Bewilligung MGA (Malta)
Felixspin ohne österreichische Bewilligung nicht ausgewiesen
Dragonia ohne österreichische Bewilligung Anjouan
Fezbet ohne österreichische Bewilligung Curaçao

Was die Spalten sagen: Die Spalte zur Bewilligung gibt den Status wieder, den der Anbieter selbst nennt, oder sie benennt das Fehlen einer ausgewiesenen österreichischen Bewilligung. Die dritte Spalte nennt den Betreiber laut Veröffentlichung des Anbieters bzw. die Lizenz, die er selbst angibt. Bei LeoVegas, Dragonia und Fezbet handelt es sich um Lizenzen anderer Jurisdiktionen, die keine österreichische Bewilligung ersetzen.

Was die Spalten nicht sagen: Sie sagen nichts über die Qualität der Wettangebote, die Höhe der Quoten, die Geschwindigkeit der Auszahlung oder die Handhabung von Bonusbedingungen. Dafür kommen die einzelnen Anbieter im Folgenden zur Sprache.

tipp3 – die NÖ-Bewilligung als Rahmen

tipp3 wird von der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien betrieben. Die Rechtsgrundlage ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020); die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung mit Bescheid vom 10.12.2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020). Die Seite tipp3 nennt das im Impressum. Es handelt sich um eine österreichische Land-Bewilligung, nicht um eine nationale Konzession — eine solche gibt es für Sportwetten in Österreich nicht.

Beim Wettgutschein ohne Einzahlung ist tipp3 für Spielerinnen und Spieler mit kleinen Budgets insofern interessant, als Einzahlungen bereits ab 1 € möglich sind. Die Wettgebühr von 5 % auf den Einsatz trägt tipp3 bei verlorenen Wetten selbst; bei gewonnenen Wetten werden 5 % des Gewinns abgezogen. tipp3 nennt dazu ein Beispiel: 10 € Einsatz, Quote 2,00, Bruttogewinn 20 €, Gebühr 1 €, Auszahlung 19 €.

Was die Spielpause und Selbstsperre angeht, ist tipp3 klar aufgestellt: Eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten ist möglich, das Guthaben bleibt im Konto; eine Selbstsperre für 1, 2 oder 3 Jahren ist möglich, das Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen. Beide Sperren sind nach dem Start nicht aufhebbar. Bargeld-Einzahlungen und Bargeld-Auszahlungen bei tipp3-Partnern sind auf maximal 1.000 € pro Woche begrenzt. Eingezahltes Guthaben muss einmal vollständig für Sportwetten eingesetzt werden, bevor es ausgezahlt werden kann.

Verdikt: tipp3 ist die solideste Adresse für österreichische Wettkundinnen und -kunden, die einen Gutschein mit österreichischer Bewilligung suchen — die Einstiegshürde ist mit 1 € niedrig, die Bewilligung ist klar belegt, die Spielerschutzregeln sind konkret. Wer einen Gutschein mit österreichischem Rahmen sucht, ist hier richtig. Wer dagegen auf besonders hohe FreeBets oder außergewöhnliche Promotionen aus ist, wird bei Anbietern ohne österreichische Bewilligung fündig, akzeptiert aber eine andere Rechtslage.

win2day – FreeBets mit klarer Mechanik

win2day ist die Sportwetten-Marke der Österreichischen Lotterien Gesellschaft mbH. Die Sportwetten beruhen laut Hinweis auf der Seite auf einer erteilten Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung und unterliegen daher nicht den Bestimmungen des Glücksspielgesetzes und nicht der Aufsicht des BMF oder des Finanzamts Österreich. Die Lotterie- und Casino-Spiele von win2day laufen dagegen unter der bundesrechtlichen GSpG-Konzession — das ist ein anderes Regime, das hier nicht zur Debatte steht, weil es nicht um Wettgutscheine geht.

Das FreeBet-Angebot von win2day umfasst fünf FreeBets zu je 10 € (insgesamt 50 €) nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 €; sie sind drei Jahre nutzbar, gelten nur für Einzelwetten (nicht für Systemwetten), müssen genau in Höhe des FreeBet-Betrags gesetzt werden und sind nicht auszahlbar. Bei Wetten, die als FreeBet gespielt werden, ist die Cash-Out-Funktion deaktiviert. Der mögliche Gewinn ergibt sich aus Gesamtquote mal FreeBet-Einsatz abzüglich des FreeBet-Einsatzes.

Das Einzahlungslimit bei win2day ist zweistufig: Bis zum Alter von 26 Jahren maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat, auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne zählen nicht zum Limit. Gewinne aus win2day Sportwetten werden dem elektronischen Guthaben gutgeschrieben und können vier Wochen lang beansprucht werden, wenn sie nicht gutgeschrieben wurden; Auszahlungen gehen auf das registrierte Bankkonto, Auszahlungsgebühren trägt die Spielerin.

Verdikt: win2day ist für alle interessant, die einen Wettgutschein ohne Einzahlung im eigentlichen Sinn suchen — auch hier ist eine Ersteinzahlung von mindestens 1 € nötig, aber die Hürde ist symbolisch. Wer das FreeBet-Paket annimmt, sollte wissen, dass nur Einzelwetten zählen, dass der Einsatz nicht zurückfließt und dass das Cash-Out bei FreeBets ausfällt. Für Wettkundinnen und -kunden unter 26 Jahren ist das wöchentliche Einzahlungslimit von 250 € ein klarer Rahmen.

Starsportwetten – die Bewilligung ohne offene Details

Die Starsportwetten-App ist im Google-Play-Eintrag mit einem Bescheid vom 8. März 2022 beschrieben, mit dem der Starbet24 GmbH die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde. Die Bewilligung führt allerdings kein Bundesland und keine Bescheidnummer an — der Anbieter veröffentlicht diese Information nicht. Wer den Stern-Bescheid nachprüfen will, findet ihn nicht in den App-Beschreibungen.

Starsportwetten tritt im Markt vor allem über Wettterminals und über die App auf. Konkrete Wettgutschein-Angebote sind aus den vorliegenden Quellen nicht belegt — wer sich für ein aktuelles Angebot interessiert, prüft die Promotionsseite des Anbieters oder die App selbst. Die App-Beschreibung bewirbt das Angebot mit dem Hinweis auf den behördlichen Bescheid, nicht mit konkreten Gutschein-Bedingungen.

Verdikt: Starsportwetten ist für jene eine Option, die einen Anbieter mit ausgewiesener österreichischer Bewilligung suchen und bereit sind, die Bewilligungsdetails beim Anbieter selbst nachzufragen. Wer einen transparenten schriftlichen Bewilligungsnachweis erwartet, ist bei tipp3, win2day, Vierklee oder Admiral besser aufgehoben.

Merkur Bets – die österreichische Sportholding hinter dem Namen

Die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group, früher Cashpoint Sportwetten mit Sitz in Gerasdorf bei Wien (gegründet 1996), tritt seit Juni 2025 unter der Marke Merkur Bets auf. Das ist die sportpolitische Substanz hinter dem Namen: ein etablierter heimischer Anbieter mit Wurzeln im stationären Wettgeschäft, der 2025 umfirmiert hat.

Merkur Bets bewirbt eine österreichische Bewilligung, ohne das Land und den Bescheid in den vorliegenden Quellen offenzulegen. Konkrete Wettgutschein-Angebote sind aus den verfügbaren Daten nicht belegt — die Marke positioniert sich über ihre Präsenz in Wettannahmestellen, weniger über eine spezifische FreeBet-Aktion. Wer einen Gutschein sucht, prüft die Promotionsseite des Anbieters.

Verdikt: Merkur Bets ist für jene eine ernsthafte Adresse, die einen österreichischen Anbieter mit langer Marktpräsenz suchen. Wer auf der Suche nach einem prominenten Wettgutschein ohne Einzahlung ist, findet hier eher die stationäre Verwurzelung als eine spektakuläre Online-Promotion. Das ist kein Nachteil, sondern eine andere Schwerpunktsetzung.

Vierklee – die Tiroler Bewilligung im Detail

Vierklee wird laut Startseite unter der Lizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung betrieben. Das ist die seltene Konstellation, dass ein Anbieter die Bewilligungsdetails selbst nennt — die Aktenzahl ist auf der Startseite zu finden. Betreiber ist die Vierklee Wettbüro GmbH. Neukunden wird ein Bonus von bis zu 100 € angekündigt; konkrete Bonusbedingungen nennt die Info-Seite allerdings nicht.

Das ist ein charakteristischer Spagat: Die Lizenz ist transparent, das Bonusangebot es nicht. Wer den Bonus annimmt, sollte die Promotionsbedingungen vor der Einzahlung lesen — die Info-Seite allein reicht nicht.

Verdikt: Vierklee ist für Tirol-affine Wettkundinnen und -kunden interessant, die einen Anbieter mit klar dokumentierter Landesbewilligung suchen. Wer auf der Suche nach einem transparenten Wettgutschein ist, liest die Promotionsbedingungen genau, bevor er einzahlt — die Startseite allein verschweigt die Auflagen.

Admiral – der Oö-Bewilligungsrahmen

Die ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen gehörte zur Novomatic-Gruppe; gegründet wurde das Unternehmen von Walter Grubmüller, an der Wiener Börse war es von 2001 bis 2006 notiert. Die Admiral-Marke trägt eine Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz. Das ist die zweite wichtige Säule im österreichischen Bewilligungsmarkt neben tipp3 und win2day.

Admiral ist über Wettannahmestellen und Online stark präsent; das Bonusprogramm ist ausdifferenziert. Konkrete Wettgutschein-Aktionen ohne Einzahlung sind aus den vorliegenden Quellen nicht belegt — die Marke setzt eher auf Bestandskunden-Aktionen und auf das stationäre Netz. Wer einen Gutschein sucht, schaut in die Promotionsseite oder fragt in der Annahmestelle.

Verdikt: Admiral ist für Spielerinnen und Spieler interessant, die einen etablierten Anbieter mit OÖ-Bewilligung suchen und auf das stationäre Netz zugreifen können. Das Wettgutschein-Portfolio ist im Online-Bereich nicht so prominent wie bei tipp3 oder win2day; wer auf der Suche nach einer konkreten Gratiswette ist, prüft die aktuellen Aktionen.

LeoVegas – die Malta-Marke im österreichischen Markt

Die LeoVegas-Marke gehört zu LeoVegas Gaming Ltd. (Malta), einer Tochter von MGM Resorts International; die Gruppe LeoVegas AB wurde 2011 gegründet, hat den Sitz in Stockholm und nutzt für das Sportsbook die Kambi-Plattform. Das ist ein internationaler Anbieter mit einer MGA-Lizenz (Malta) — keine österreichische Land-Bewilligung. LeoVegas ist in Österreich über das Online-Sportsbook erreichbar; die Spielerinnen und Spieler, die dort wetten, tun dies ohne den Schutz einer österreichischen Bewilligung.

Die Rechtslage ist, wie der entsprechende Abschnitt dieses Texts erläutert, nicht eindeutig: Eine MGA-Lizenz ist keine österreichische Bewilligung; die Frage, ob die Nutzung für Spielerinnen und Spieler rechtlich unbedenklich ist, hängt vom Land ab und ist politisch und juristisch umstritten. Keine österreichische Selbstsperre erreicht LeoVegas, kein österreichisches Einzahlungslimit gilt dort automatisch, und die Wettgebühr-Mechanik richtet sich nach dem Anbieter, nicht nach österreichischem Recht.

Verdikt: LeoVegas ist für Wettkundinnen und -kunden interessant, die einen internationalen Anbieter mit großer Sportarten-Vielfalt und starker Live-Wetten-Plattform suchen. Wer den vollen österreichischen Rahmen — Land-Bewilligung, österreichische Spielerschutzregeln, österreichische Einzahlungslimits — will, ist hier nicht richtig. Wer bereit ist, diese Abstriche hinzunehmen, bekommt im Gegenzug ein breiteres Wettprogramm.

Felixspin – der Anbieter ohne Sportwetten-Gutschein

Felixspin bewirbt als Willkommensangebot ausschließlich Casino-Boni: 150 % bis 300 € plus 50 Freispiele sowie ein dreistufiges Paket über 600 € und 100 Freispiele. Ein Sportwetten-Willkommensbonus ist nicht aufgeführt. Das ist die klare Information: Wer einen Wettgutschein sucht, ist bei Felixspin an der falschen Adresse.

Die Lizenz ist nicht ausgewiesen; eine österreichische Bewilligung liegt nicht vor. Das Casino-Angebot ist das eigentliche Geschäft; das Sportwetten-Angebot ist eher Beiwerk. Wer trotzdem auf der Plattform wettet, sollte wissen, dass er kein österreichisches Bewilligungsregime vor sich hat und dass der Spielerschutz nicht über die österreichischen Wege (Selbstsperre per Anbieter, playsponsible.at) greift.

Verdikt: Felixspin ist keine Adresse für Wettgutscheine. Wer einen Sportwetten-Bonus sucht, geht zu einem Anbieter mit ausgewiesenem Sport-Willkommenspaket; wer Casino-Boni sucht, ist hier richtig, aber im falschen Kontext.

Dragonia – der Anjouan-Sportsbook mit Quote-Garantie

Dragonia bietet einen Sport-Willkommensbonus von 100 % der ersten Einzahlung bis 100 €; die Mindesteinzahlung liegt bei 20 €. Für Spielerinnen und Spieler aus Österreich, Deutschland, Finnland, Norwegen und der Schweiz ist der Höchstbonus mit 200 € angegeben. Die Lizenz, die Dragonia angibt, ist Anjouan — keine österreichische Bewilligung.

Das Sportwetten-Angebot umfasst die gängigen Sportarten; die Promotionmechanik ist konventionell. Wer den Bonus annimmt, sollte die Promotionsbedingungen lesen, weil sie von Anbieter zu Anbieter stark variieren. Ohne österreichische Bewilligung greifen weder die österreichische Spielerschutz-Infrastruktur noch die österreichische Selbstsperre; die Wettgebühr wird vom Anbieter nach seinen Regeln behandelt.

Verdikt: Dragonia ist für Spielerinnen und Spieler interessant, die einen Bonus mit klarer Quote suchen und die fehlende österreichische Bewilligung in Kauf nehmen. Wer auf den österreichischen Rahmen Wert legt, ist hier nicht richtig. Wer dagegen einen 200-€-Bonus für die genannten Länder nutzen will, liest die Promotionsbedingungen genau, bevor er einzahlt.

Fezbet – der Curaçao-Sportsbook mit strenger Umsatzregel

Fezbet verlangt von Kundinnen und Kunden aus Österreich, Deutschland, Finnland, Norwegen und der Schweiz ein 5-faches Umsetzen von Einzahlung plus Bonus; übrige Länder 6-mal, mit Einzelwetten ab Quote 2,0 oder Kombiwetten ab Quote 1,5 je Auswahl. Skrill- und Neteller-Einzahlungen zählen nicht, ebenso keine Cash-out- und System-Wetten. Die Lizenz, die Fezbet angibt, ist Curaçao — keine österreichische Bewilligung.

Die Umsatzanforderung ist deutlich: Wer 100 € einzahlt und 100 € Bonus erhält, muss 1.000 € (5 × 200 €) umsetzen, bevor eine Auszahlung möglich ist. Bei einem durchschnittlichen Einsatz von 10 € pro Wette sind das 100 Wetten — eine stattliche Zahl, die viele Wetten innerhalb der Frist verlangt. Hinzu kommt, dass Cash-Out-Wetten nicht zählen; wer seine Strategie auf vorzeitige Auszahlungen stützt, fällt durch das Raster.

Verdikt: Fezbet ist für Spielerinnen und Spieler interessant, die einen großzügigen Bonus suchen und bereit sind, die strenge Umsatzregel zu erfüllen. Die 5-fache Umsetzung von Einzahlung plus Bonus ist am oberen Rand des Üblichen; wer mit einem kleineren Budget spielt, sollte realistisch einschätzen, ob die nötige Anzahl Wetten in der Frist unterzubringen ist. Ohne österreichische Bewilligung greift auch hier der österreichische Spielerschutz nicht automatisch.

Weitere Anbieter am Markt

Die folgenden Anbieter sind im österreichischen Markt präsent, ohne in der engeren Auswahl der zehn im Abschnitt „Die zehn Anbieter im Überblick“ genannten Anbieter zu stehen. Sie werden hier der Vollständigkeit halber genannt, weil sie in Suchergebnissen rund um das Stichwort „Wettgutschein ohne Einzahlung“ auftauchen.

NEO bewirbt in der App-Beschreibung bei der Ersteinzahlung einen Bonus von bis zu 100 € sowie zusätzlich 25 € Freiwetten nach App-Download und Registrierung. Die konkreten Umsatzbedingungen sind in der App-Beschreibung nicht genannt — sie stehen in den Promotionsbedingungen.

Tipwin wirbt für Ein- und Auszahlungen mit „sicheren Transaktionen“ und einem eigenen Kundenservice-Team, nennt für die App aber keine konkreten Zahlungsarten, Mindestbeträge oder Bonusbedingungen.

Slotimo bietet einen Sport-Willkommensbonus von 100 % auf die erste Einzahlung bis zu 100 € (nur für neue Spieler), einen Reload-Sportbonus von 50 % bis zu 50 €, eine Mindesteinzahlung je Teilangebot von 20 € und eine Umsatzanforderung mit Frist von in der Regel 30 Tagen ab Kontoeröffnung.

Betovo bietet einen Sport-Willkommensbonus von 100 % bis zu 250 $, eine Mindesteinzahlung von 10 $, eine Mindestquote von 1,59, die Umsatzangabe „Wette: 6“ und Live-Wetten, Boosted-Quoten, die Aktion „Winnings Boost“ sowie eine Betovo-App zur Installation.

Boomerang-Bet bietet einen Ersteinzahlungsbonus für Sportwetten von 100 % der ersten Einzahlung bis 100 €; für Spieler aus Finnland, Deutschland, Norwegen, der Schweiz und Österreich liegt das Maximum bei 200 €, die Mindesteinzahlung beträgt 20 €. Einzahlung und Bonus sind 5-mal umzusetzen, die Frist beträgt 30 Tage, pro Wette zählen höchstens 50 € zum Umsatz, Skrill- und Neteller-Einzahlungen zählen nicht.

BetLabel bewirbt auf der deutschsprachigen Startseite einen 100 %-Bonus von bis zu 100 € auf die erste Einzahlung; Umsatzbedingungen, Mindestquote und Frist stehen auf der Startseite nicht.

Bets nennt als Willkommensangebot einen Casino-Bonus von 225 % bis zu 1 BTC plus 225 Freispiele — für Casinospiele, nicht für Sportwetten. Das Sportangebot ist vorhanden, der Sport-Willkommensbonus ist es nicht.

Golisimo bietet im Sportbereich einen Ersteinzahlungsbonus von 100 % bis 100 € sowie einen Krypto-Willkommensbonus von 100 % bis 200 USDT; die Bedingungen der einzelnen Aktionen waren auf den Aktionsseiten nicht abrufbar.

Bitz ist ein Krypto-Casino mit einem gemeinsamen Wallet für Slots, Live-Casino und Sportwetten; Prämien werden als echtes Geld ohne Umsatzbedingungen ausgezahlt.

Winz bietet Sportwetten auf mehr als 30 Sportarten und eine Rubrik „Welcome Sports Bonus“; Einzahlungen und Auszahlungen laufen über Kryptowährungen wie BTC, ETH, LTC, BCH, DOGE, USDT, BNB, ADA, TRX, XRP und SOL. Boni ohne Umsatzbedingungen sind das Werbeversprechen.

Diese Anbieter tragen in der Regel keine österreichische Land-Bewilligung. Sie sind nicht illegal, aber sie fallen nicht unter das österreichische Regime. Wer dort wettet, sollte sich bewusst sein, dass die österreichische Spielerschutz-Infrastruktur dort nicht greift.

Die Rechtslage: was das österreichische Recht tatsächlich regelt

Österreich reguliert Sportwetten nicht über das Glücksspielgesetz. Der Verwaltungsgerichtshof hat mit Erkenntnis vom 2.7.2015 (Ro 2015/16/0019) festgestellt, dass die klassische Sportwette ein Geschicklichkeitsspiel und kein Glücksspiel im Sinne des GSpG ist. Daraus folgt: Es gibt keine bundesweite Lizenz, keine nationale Regulierungsbehörde, keine nationale Liste der Buchmacher und kein nationales Selbstsperre-Register für Sportwetten.

Ein Flutlichtstadion bei Dämmerung aus weiter Ferne gesehen, die Lichtmasten leuchten über Dächern und Bäumen.
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020); die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung.

Die Bewilligung wird von den Bundesländern erteilt. Jedes der neun Bundesländer hat ein eigenes Wettgesetz und eine eigene Behörde. Niederösterreich: NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), zuständig die NÖ Landesregierung. Wien: Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016), zuständig der Magistrat. Oberösterreich: Oö. Wettgesetz, zuständig die OÖ Landesregierung. tipp3 und win2day nennen beide eine Bewilligung der NÖ Landesregierung; Admiral nennt eine Bewilligung der OÖ Landesregierung; Vierklee nennt die Tiroler Landesregierung.

Welche anderen Anbieter welche Land-Bewilligung halten, ist aus den vorliegenden Quellen nicht vollständig belegt — wer eine Bewilligung prüft, schaut ins Impressum des Anbieters und in die Veröffentlichung der jeweiligen Landesregierung.

Was darf gewettet werden: Sportereignisse — das ist der Kern. Wetten auf Politik oder TV-Shows sind in der Regel nicht zulässig (BMF). Wetten auf virtuelle oder aufgezeichnete Rennen sind Glücksspiel, nicht Sportwette, und können nicht von einem Land bewilligt werden. E-Sports: nicht abschließend geklärt — darüber schweigen die Landestexte. Live-Wetten sind je nach Land unterschiedlich geregelt: Wien erlaubt Live-Wetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis, Oberösterreich nur auf ein numerisches Zwischen- oder Endergebnis oder auf den nächsten Torschützen, Niederösterreich ist nicht abschließend belegt.

Einsatzlimits: Auch die variieren je nach Land. In Oberösterreich und Niederösterreich gilt 500 € pro Wette, in Wien an terminalen Annahmestellen ohne Personal 50 € pro Wette. Für Online-Wetten ist die Regelung nicht abschließend belegt.

Selbstsperre und Spielerschutz: Die Selbstsperre ist je Anbieter und je Land geregelt, nicht bundesweit. In Wien ist eine Aufhebung frühestens nach zwei Jahren möglich. Es gibt kein nationales Selbstsperre-Register für Sportwetten. Ein bundesweites Einzahlungs- oder Verlustlimit für Sportwetten gibt es gesetzlich nicht — entsprechende Oppositionsanträge in der Steiermark und in Niederösterreich (2025) wurden noch nicht umgesetzt. Anbieterlimits sind die eigenen AGB-Bestimmungen des Anbieters (win2day: 250 € pro Woche bis 26, 1.680 € pro Kalendermonat ab 26; tipp3: Selbstsperre 1, 2 oder 3 Jahre).

Hilfe für Spielerinnen und Spieler: playsponsible.at ist die zentrale Anlaufstelle.

Wettgebühr: § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025 — 5 % des Wetteinsatzes seit 1. April 2025. Die Pflicht trifft den Anbieter, nicht die Wettkundin. Die Wettgebühr ist auch auf Wetten fällig, die aus Österreich bei einem im Ausland sitzenden Anbieter platziert werden. Bezahlt sein ist kein Nachweis einer österreichischen Bewilligung. Die BFG (12.5.2026, RV/7100519/2026) hat eine Beschwerde eines Buchmachers gegen die 5 %-Gebühr zurückgewiesen.

Werbung und Boni: Es gibt kein Sportwetten-Werbeverbot und kein Werbezeitfenster in Österreich. Die Landgesetze verlangen einen verantwortungsvollen Standard (Wien § 18 Abs. 4). Kein Gesetz und keine Behörde regelt Sportwetten-Boni — Höhe, Umsatz und Mindestquoten stammen allein aus den Promotionsbedingungen des Anbieters.

Offshore-Anbieter: Die Rechtslage ist nicht abschließend geklärt. Eine ausländische Lizenz (Malta, Curaçao, Gibraltar, Anjouan) ist keine österreichische Bewilligung. Die VwGH (9.4.2026, Ra 2025/02/0037) hat den Server-Standort als Anker für die oberösterreichische Regelung bestätigt. Wer bei einem Offshore-Anbieter wettet, tut dies in einer Grauzone, die je nach Land und Auslegung anders aussieht. Bußgelder für Anbieter ohne Land-Bewilligung: bis zu 22.000 € in Wien, bis zu 20.000 € in Oberösterreich. Für Spielerinnen und Spieler, die bei einem ausländischen Anbieter wetten, wurde kein Bußgeld gefunden.

Wer das in einer Zeile haben will: Land-Bewilligung = namentlich genannte Landesbehörde, 18+, Selbstsperre pro Anbieter, Einsatzlimits in manchen Ländern, kein nationales Register oder Limit; ausländisch = keine österreichische Bewilligung zum Prüfen, keine österreichische Beschwerdestelle für das Produkt, möglicherweise höhere Limits und mehr Live-Märkte. Keines von beidem ist „die sichere Wahl“ per Voreinstellung.

Verantwortungsvolles Spielen: Was der Gutschein nicht leistet

Ein Wettgutschein ist eine Promotion, kein Werkzeug des Spielerschutzes. Wer das vergisst, läuft Gefahr, einen Gutschein als Anlass für höhere Einsätze zu nehmen — und genau das ist der Mechanismus, der problematisches Spielverhalten verschärft.

Die österreichischen Anbieter mit Land-Bewilligung bieten Selbsteinstellungen: tipp3 mit Spielpause und Selbstsperre (1 Monat bis 3 Jahre, nicht aufhebbar), win2day mit wöchentlichen oder monatlichen Einzahlungslimits, die individuell erhöht werden können. Das sind konkrete Werkzeuge. Die Selbstsperre wirkt pro Anbieter, nicht bundesweit — wer bei zwei Anbietern spielt, muss auch bei beiden sperren.

Wer bei Offshore-Anbietern spielt, hat diese Selbsteinstellungen nicht im österreichischen Rahmen. Die Sperre gilt nur beim jeweiligen Anbieter, und die Einhaltung der Sperre hängt von der Disziplin des Anbieters ab. Die zentrale Anlaufstelle für Spielerinnen und Spieler in Österreich ist playsponsible.at.

Der Gutschein als Selbsttest: Wer einen Wettgutschein annimmt, sollte die Frage beantworten, was nach dem Gutschein passiert. Wer den Gutschein als Einstieg in ein dauerhaft höheres Wettvolumen nimmt, hat den Mechanismus falsch verstanden. Wer den Gutschein nimmt, mit dem FreeBet spielt und dann sein normales Wettverhalten fortsetzt, hat den Mechanismus richtig verstanden.

Die nüchterne Frage: Wer sich unsicher ist, ob das eigene Wettverhalten noch im Rahmen ist, findet im Abschnitt zu „Spielerschutz“ auf der Seite des Anbieters die Sperr- und Limitfunktionen. Die Frage, ob man sie nutzt, ist eine persönliche — die Werkzeuge sind da.

Was Spielerinnen und Spieler tun können, bevor sie einen Gutschein annehmen

Eine kurze Checkliste, die nichts kostet außer zehn Minuten Lesen.

Impressum und Lizenz prüfen. Wer eine österreichische Land-Bewilligung sucht, liest das Impressum. tipp3, win2day, Vierklee und Admiral nennen die Bewilligung; Offshore-Anbieter nennen eine andere Lizenz oder keine.

Promotionsbedingungen lesen. Mindestquote, Umsatzfaktor, Frist, anrechenbare Wettarten, Einzahlungsmethoden-Ausschlüsse. Wer die Bedingungen vor der Einzahlung kennt, kann den Gutschein realistisch einschätzen.

Wettgebühr einplanen. 5 % auf den Einsatz, bei Gewinn 5 % auf den Gewinn (so wie tipp3 es handhabt). Auf Cash-Out- und „ja/nein“-Wetten fällt die Gebühr nicht an — diese Wetten können eine Alternative sein.

Eigenes Limit setzen. Bevor der Gutschein angenommen wird, ist die Frage, wie viel Geld im schlimmsten Fall verloren gehen darf. Die meisten Anbieter mit Land-Bewilligung bieten ein wöchentliches oder monatliches Einzahlungslimit an.

Anbieter mit Selbstsperre wählen, wenn Spielerschutz relevant ist. Wer seinen Konsum im Auge behält, wählt einen Anbieter mit klaren Sperr- und Limitfunktionen.

Die zehn Minuten, die diese Prüfung kostet, sind die billigsten zehn Minuten, die ein Wettkunde investieren kann.

Häufige Fragen zum Wettgutschein ohne Einzahlung

Gibt es einen Wettgutschein ohne Einzahlung, oder knüpfen Anbieter ihn an eine Mindesteinzahlung?

In Österreich ist der dauerhaft verfügbare Wettgutschein ohne jede Einzahlung die Ausnahme. Die Anbieter mit Land-Bewilligung koppeln ihre FreeBet-Pakete an eine erste Einzahlung, oft an eine symbolische von 1 € oder 10 €. Offshore-Anbieter werben gelegentlich mit „no deposit“-Aktionen, knüpfen aber typischerweise an Registrierung, Verifizierung oder eine erste qualifizierende Einzahlung. Wer das Stichwort genau nimmt, findet den Wettgutschein ohne Einzahlung eher als befristete Aktion als als reguläres Produkt.

Wird der Einsatz eines Gutscheins bei einem Gewinn mit ausgezahlt?

Bei einem FreeBet in der Regel nicht — der FreeBet-Einsatz wird im Erfolgsfall nicht erstattet, die Wettkundin erhält nur den Nettogewinn (Quote × FreeBet − FreeBet). Bei einem Einzahlungsbonus ist es anders: Dort wird der eigene Einsatz, mit dem der Bonus freigespielt wird, ganz normal ausgezahlt, sofern die Umsatzbedingungen erfüllt sind. Die Promotionsbedingungen sagen, welches Modell gilt. Wer unsicher ist, sucht im Kleingedruckten nach „Stake not returned“ oder „Einsatz wird nicht erstattet“.

Welche Bedingungen wie Mindestquote, Umsatzbedingungen oder Fristen können an einen Gutschein geknüpft sein?

Die häufigsten Auflagen sind: eine Mindestquote, die je nach Wettart zwischen 1,50 und 2,00 liegt; ein Umsatzfaktor, der den Bonus mehrfach durchgerechnet sehen will (typisch 5- bis 6-mal Einzahlung plus Bonus); eine Frist, oft 30 Tage ab Kontoeröffnung; eine Deckelung des pro Wette anrechenbaren Einsatzes; ein Ausschluss bestimmter Einzahlungsmethoden (Skrill, Neteller) und ein Ausschluss bestimmter Wettarten (Cash-Out, Systemwetten). Die genauen Werte stehen in den Promotionsbedingungen des Anbieters.

Ist ein Wettgutschein für Bestandskunden gesetzlich geregelt oder allein Sache des Anbieters?

Allein Sache des Anbieters. Es gibt in Österreich keine gesetzliche Regelung für Sportwetten-Boni — weder für Neukunden noch für Bestandskunden. Die Ausgestaltung jedes Wettgutscheins, gleich ob für neue oder bestehende Kundinnen und Kunden, ist Vertragssache zwischen Anbieter und Wettkundin. Die Promotionsbedingungen sind die einzige verbindliche Quelle.

Kann ein Gutschein für Systemwetten oder zusammen mit Cashout genutzt werden?

Das hängt vom Anbieter ab. win2day etwa schließt Systemwetten für FreeBets aus und deaktiviert Cash-Out bei FreeBet-Wetten. Andere Anbieter erlauben Systemwetten, schränken aber Cash-Out ein. Wer seinen Gutschein für eine bestimmte Wettart nutzen will, liest die Promotionsbedingungen vor der Annahme. „Gilt für alle Wetten“ ist die seltene Ausnahme, nicht die Regel.

Wie wirkt sich die Wettgebühr von 5 % seit 1. April 2025 auf Gewinne aus einem Gutschein aus?

Die Wettgebühr von 5 % auf den Wetteinsatz wird vom Anbieter getragen, der sie unterschiedlich weitergibt. tipp3 etwa trägt sie bei verlorenen Wetten selbst und zieht 5 % vom Gewinn ab, wenn die Wette gewinnt — bei 10 € Einsatz und Quote 2,00 bedeutet das 19 € statt 20 € Auszahlung. Bei FreeBets wirkt die Gebühr auf den Nettogewinn: Wer einen 10-€-FreeBet auf Quote 1,90 setzt, gewinnt 9 €, abzüglich 5 % Wettgebühr sind es 8,55 €. Gewinne aus Cash-Outs und aus „ja/nein“- sowie „alle 7“-Wetten sind von dem Abzug ausgenommen.

Inhalt erstellt vom Team «Dartswetten online»