Wettanbieter mit Freiwette 2026: Wer in Österreich wirklich Gratiswetten anbietet

Updated Oktober 2026
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Eine Freiwette klingt nach geschenktem Geld, ist aber eine Wette ohne eigenes Risiko nur auf den ersten Blick. Wer in Österreich nach einem Wettanbieter mit Freiwette sucht, trifft auf zwei Gruppen: Buchmacher mit einer Bewilligung eines Bundeslandes und Marken ohne österreichische Bewilligung, die von hier aus erreichbar sind. Beide schenken nichts. Beide ziehen am Gewinn mit, und der Einsatz einer Freiwette wird bei einem Treffer nicht ausbezahlt, sondern nur der Nettogewinn.

Aktualisiert am 30. Oktober 2026; die Bewilligungsangaben basieren auf den öffentlich zugänglichen Informationen der Anbieter (Impressum, Wettordnung, Startseite, App-Beschreibung).

Ein leerer Wettschein aus Papier und ein Kugelschreiber liegen auf einem hellen Holztisch neben einer Kaffeetasse im warmen Seitenlicht.
Das FreeBet-Angebot von win2day Sportwetten umfasst fünf FreeBets zu je 10 € (insgesamt 50 €) nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 €.

Beim Vergleich der verschiedenen Wettanbieter zeigt sich, welche Auflagen den praktischen Wert einer Freiwette bestimmen: Gültigkeitsfenster, zugelassene Wetttypen, Mindestquote, maximale Auszahlung, ob Cash-Out möglich bleibt und ob die Wettgebühr den Gewinn schmälert. Die Anbieter werden hier in zwei Gruppen unterteilt: Buchmacher mit österreichischer Bewilligung und Anbieter ohne eine solche. Wer in Österreich wettet, sollte wissen, bei wem er spielt und was eine Freiwette dort tatsächlich bringt.

Wie eine Freiwette funktioniert — und warum der Einsatz bei Gewinn nicht zurückkommt

Eine Freiwette ist ein vom Anbieter gestelltes Wettguthaben, das ohne eigenes Geld eingesetzt wird. Gewinnt die Wette, erhält der Wettkunde den Gewinn, nicht den Einsatz zurück: Wer eine Freiwette über 10 € zu Quote 2,50 setzt, bekommt im Erfolgsfall 25 € ausbezahlt, nicht 35 €. Wer verliert, verliert kein eigenes Geld. Das ist der Kern des Modells — und die einzige Zahl, die der Anbieter im Marketing nennt, ist der Nominalwert der Freiwette.

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes im Morgennebel.
Bei FreeBet-Wetten ist die Cash-Out-Funktion von win2day deaktiviert; der mögliche Gewinn ergibt sich aus Gesamtquote mal FreeBet-Einsatz abzüglich des FreeBet-Einsatzes.

Weil der Einsatz bei Gewinn wegfällt, ist die einzig ehrliche Kennzahl der Wert, nicht der Gewinn. Der Wert einer Freiwette hängt von drei Größen ab: der Quote, auf die sie gesetzt wird, dem Auszahlungsschlüssel des Marktes und der Tatsache, dass der Einsatz nicht zurückkommt. Bei niedrigen Quoten um 1,50 fällt der freie Einsatz weniger ins Gewicht; bei hohen Quoten steigt er, aber das Risiko, die Wette zu verlieren, steigt im selben Verhältnis. Was bleibt, ist ein statistischer Mittelwert über viele Wetten, kein versprochener Gewinn.

Das FreeBet-Modell von win2day als Beispiel

win2day Sportwetten liefert die vollständigste Beschreibung des Mechanismus, die unter den österreichischen Bewilligungsinhabern öffentlich liegt. Das FreeBet-Angebot umfasst fünf FreeBets zu je 10 €, also insgesamt 50 € Nennwert, und wird nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 € gutgeschrieben. Die FreeBets sind drei Jahre lang nutzbar, sie gelten nur für Einzelwetten — Systemwetten sind ausgeschlossen — und sie müssen genau in Höhe des FreeBet-Betrags gesetzt werden. Wer eine 10-€-FreeBet aufteilen will, kann das nicht.

Ein Stadion unter Flutlicht aus großer Entfernung gesehen, davor eine regennasse Straße in der Dämmerung.
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020); die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung.

Bei FreeBet-Wetten ist die Cash-Out-Funktion bei win2day deaktiviert. Der mögliche Gewinn ergibt sich aus Gesamtquote mal FreeBet-Einsatz, abzüglich des FreeBet-Einsatzes. Beispiel: Eine 10-€-FreeBet zu Quote 2,00 bringt 20 € Bruttogewinn; nach Abzug des nicht rückgezahlten Einsatzes bleiben 10 € Nettogewinn. Bei Quote 3,00 sind es 20 € Nettogewinn, bei Quote 5,00 sind es 40 €. Wer sein Spielguthaben aufstocken will, muss den Gewinn aus der FreeBet anschließend mit echtem Geld bei Mindestquoten und Fristen freispielen, sofern das jeweilige Angebot das verlangt.

Der Nennwert einer FreeBet ist also eine Obergrenze für das, was der Anbieter maximal auszahlt, wenn die Wette gewinnt. Die Realität liegt fast immer darunter — abhängig von der Quote, auf die der Wettkunde setzt.

Warum der Marketing-Wert nicht der eigene Gewinn ist

Wer eine „50-€-FreeBet“ beworben sieht, sollte nicht erwarten, dass 50 € auf dem Wettkonto landen. Der Anbieter verspricht, bis zu 50 € an Gewinnen auszubezahlen, wenn alle Wetten reihenweise aufgehen. Realistischer ist: Bei einer angenommenen Auszahlungsquote von 92 % und einer mittleren Wettquote um 1,90 liegt der Erwartungswert einer 10-€-FreeBet in der Größenordnung von etwa 4 €. Bei einem 50-€-Paket sind es um die 20 € — deutlich weniger als der Nominalwert, aber mehr als nichts, wenn keine andere Ablösung zur Verfügung steht.

Eine Freiwette ist ein Marketing-Instrument des Anbieters, kein Geschenk an den Wettkunden, und ihr Wert bemisst sich an Quote und Markt, nicht am Nennwert.

Was eine Freiwette in Österreich 2026 kostet — und was sie bringt

Die Berechnung des Werts einer FreeBet folgt einer einfachen Formel: Bei einer FreeBet, deren Einsatz bei Gewinn nicht zurückkommt, ist der Erwartungswert gleich dem FreeBet-Nennwert mal (Quote minus 1) geteilt durch die Quote, multipliziert mit dem Auszahlungsschlüssel des gewählten Marktes. Wer eine 10-€-FreeBet zu Quote 1,90 auf einem Markt mit 92 % Auszahlungsquote setzt, erhält einen Erwartungswert von ungefähr 4,37 €. Bei Quote 2,50 sind es rund 5,52 €, bei Quote 3,00 etwa 6,13 €. Wer die FreeBet auf einem ungünstigen Markt mit nur 88 % Auszahlungsquote spielt, verliert entsprechend.

Das Beispiel zeigt zwei Dinge. Erstens: Je höher die Wettquote, desto mehr Wert schöpft die FreeBet — aber auch das Verlustrisiko wächst. Zweitens: Der Auszahlungsschlüssel des Marktes drückt den Wert einer FreeBet, und auf populären Märkten wie der Bundesliga oder der Champions League liegen die Schlüssel oft bei 95 % und mehr, auf Nischenmärkten deutlich darunter.

Beispielrechnung mit zwei Quoten

Nehmen wir eine 10-€-FreeBet auf einem Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten 1,90. Der Auszahlungsschlüssel liegt bei 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) ≈ 95 %. Der Erwartungswert pro FreeBet liegt dann bei 10 € × (1,90 − 1) ÷ 1,90 × 0,95 ≈ 4,50 €.

Dasselbe FreeBet auf einem Markt mit beiden Quoten 1,70 liefert nur noch rund 1 ÷ (1/1,70 + 1/1,70) ≈ 85 % Auszahlungsschlüssel und einen Erwartungswert von etwa 10 € × (1,70 − 1) ÷ 1,70 × 0,85 ≈ 3,50 €. Die Differenz zwischen den beiden Märkten liegt bei etwa 1 € pro 10-€-FreeBet, was bei einem 50-€-Paket bereits 5 € ausmacht.

Das ist die Logik hinter der Frage, auf welchen Märkten und zu welchen Quoten eine FreeBet am besten eingesetzt wird: nicht auf dem Lieblingsmarkt, sondern auf dem Markt mit dem höchsten Auszahlungsschlüssel und einer Quote, die hoch genug ist, um den nicht rückgezahlten Einsatz zu kompensieren.

Bonus, FreeBet, Cashback — die Angebote im Vergleich

Eine Freiwette ist nicht jeder Wettbonus. Wer in Österreich nach Wettanbietern mit Freiwette sucht, sieht im Programm verschiedener Anbieter vier Mechanismen, die oft im selben Atemzug genannt werden, aber unterschiedlich funktionieren.

Die vier Mechanismen

Ein Einzahlungsbonus verdoppelt oder bezuschusst die erste Einzahlung des Wettkunden und ist an Umsatzbedingungen geknüpft: Der Bonus muss mehrfach zu einer Mindestquote umgesetzt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist. Lunubet bewirbt einen 100-%-Bonus bis 200 € (für Österreich bis 300 €), Boomerang-Bet bis 100 € (für Österreich bis 200 €), Slotimo bis 100 €, Betalright bis 250 €, BetLabel bis 100 €, Golisimo bis 100 €. Bei Lunubet, Boomerang-Bet, Betalright, BetLabel und Golisimo sind die Bedingungen unterschiedlich streng.

Eine Gratiswette, oft FreeBet genannt, ist ein vom Anbieter gestelltes Wettguthaben, das ohne eigenes Geld gesetzt wird. Bei Gewinn zählt nur der Nettogewinn; der Einsatz wird nicht ausbezahlt. win2day liefert das vollständig dokumentierte Beispiel: fünf FreeBets zu je 10 € nach 1 € Einzahlung, drei Jahre gültig, nur Einzelwetten, Cash-Out deaktiviert.

Ein Cashback erstattet einen prozentualen Anteil der Nettoverluste einer Periode, oft wöchentlich. Betalright wirbt mit 10 % Cashback bis 500 €, Bitz.io mit „Sport-Cashback“. Cashback wird typischerweise als Echtgeld oder Bonusgeld ausgezahlt und ist an eigene Bedingungen geknüpft.

Ein Boosted-Odds-Angebot erhöht die Quote auf ausgewählte Wetten für einen kurzen Zeitraum. Betovo bewirbt eine solche „Winnings Boost“-Aktion; der Boost ist ein einmaliger Vorteil, kein dauerhaftes Angebot.

Die Mechanik unterscheidet sich, die Marketing-Sprache oft nicht. Eine „FreeBet“ ist ein Bonus auf eine Wette; ein Einzahlungsbonus ist ein Bonus auf eine Einzahlung; Cashback ist ein Bonus auf Verluste; Boosted Odds sind ein Bonus auf eine Quote.

Welcher Mechanismus wem passt

Ein Einzahlungsbonus passt zu Wettkunden, die ohnehin regelmäßig einzahlen und setzen — der Bonus ist eine Art Rabatt auf die Einzahlung, sofern die Umsatzbedingungen zum eigenen Spielverhalten passen. Wer 100 € einzahlt und 200 € zu Mindestquote 1,50 fünfmal umsetzen muss, setzt effektiv 1.000 € an Umsatz, was bei einem Markt mit 95 % Auszahlungsschlüssel einen erwarteten Verlust von 50 € bedeutet. Der Bonus von 100 € schrumpft also auf etwa 50 € Erwartungswert, sofern alles glattläuft.

Eine FreeBet passt zu Wettkunden, die eine konkrete Wette platzieren wollen, ohne eigenes Geld zu riskieren. Der Erwartungswert liegt je nach Markt und Quote zwischen etwa 35 % und 60 % des Nennwerts, was besser ist als nichts, aber kein Geschenk.

Cashback passt zu Wettkunden mit hoher Frequenz und Verlusttoleranz, weil Cashback Verluste teilweise ausgleicht, aber nicht in einen Gewinn verwandelt.

Boosted Odds passen zu Wettkunden, die ohnehin auf ein bestimmtes Spiel setzen wollten und durch die höhere Quote einen besseren Erwartungswert erhalten — vorausgesetzt, der Boost gilt nicht nur für eine spezielle Kombiwette, die das Risiko künstlich aufbläht.

Wer in Österreich 2026 eine Bewilligung hat — und wer nicht

Österreich kennt keine nationale Wettlizenz und kein nationales Wettanbieterverzeichnis. Die Bewilligung wird von der Landesregierung des Bundeslandes erteilt, in dem der Anbieter seinen Sitz hat oder über das er seine Daten bereitstellt. tipp3 und win2day nennen eine Bewilligung der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020; Vierklee nennt die Bewilligung der Tiroler Landesregierung mit der Zahl IIa.10.065/144-0; Admiral nennt eine Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz; Starsportwetten und Merkur Bets nennen eine österreichische Bewilligung, ohne Land oder Bescheid im Detail zu veröffentlichen.

Die Gruppe mit Bewilligung

In dieser Gruppe stehen die Anbieter, die eine Land-Bewilligung nachweisen oder benennen. Die Bewilligung gilt nur für den Geltungsbereich des jeweiligen Landesgesetzes; sie ist keine nationale Lizenz. Wer in Wien wettet, fällt unter das Wr. Wettengesetz, wer in Niederösterreich wettet, unter das NÖ Wettgesetz. Die Bewilligung erlaubt dem Anbieter, Wetten innerhalb des Geltungsbereichs anzubieten; sie verpflichtet ihn zu Spielerschutz, Selbstsperre und Stake-Limits je nach Land.

Anbieter Bewilligung Betreiber nach Anbieterangabe
tipp3 Bewilligung der NÖ Landesregierung, Bescheid 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020 (NÖ Wettgesetz, LGBl. Nr. 58/2020) Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. (Wien)
win2day Bewilligung der NÖ Landesregierung (NÖ Wettgesetz, LGBl. Nr. 58/2020); Sportwetten unterliegen nicht dem GSpG und nicht der Aufsicht des BMF/Finanzamt Österreich Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH
Merkur Bets Bewilligung eines Bundeslandes, Land und Bescheid vom Anbieter nicht veröffentlicht vom Anbieter nicht genannt
Vierklee Bewilligung der Tiroler Landesregierung, Zl. IIa.10.065/144-0 Vierklee Wettbüro GmbH
Starsportwetten Bewilligung eines Bundeslandes, Bescheid vom 8. März 2022 (Land und Aktenzahl vom Anbieter nicht veröffentlicht) Star Sportwetten GmbH
Admiral Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz ADMIRAL Sportwetten GmbH (Gumpoldskirchen)

Die Gruppe ohne österreichische Bewilligung

Diese Gruppe umfasst Anbieter, die auf ihren deutschsprachigen Startseiten keine österreichische Land-Bewilligung nennen. Sie werben um österreichische Wettkunden und akzeptieren Einzahlungen aus Österreich. Welche Lizenz sie nennen, ist eine ausländische Lizenz — Curaçao, Anjouan, Tobique Gaming Commission —, die nach dem österreichischen Bundesrecht keine Land-Bewilligung ersetzt. Die Rechtslage ist umstritten und hängt vom Land ab, in dem der Wettkunde sitzt.

Anbieter Bewilligung in Österreich Lizenz außerhalb Österreichs (laut Eigenangabe)
Lunubet keine österreichische Bewilligung Curaçao
BetLabel keine österreichische Bewilligung Curaçao
Winz.io keine österreichische Bewilligung Tobique Gaming Commission 0000002 und Anjouan ALSI-202508056-FI2
Betalright keine österreichische Bewilligung nicht feststellbar

Die Frage, ob das Angebot solcher Anbieter in Österreich erlaubt ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Wettgesetze der Länder knüpfen die Bewilligung an den Ort, von dem aus der Anbieter seine Daten bereitstellt. Der VwGH hat im April 2026 (Ra 2025/02/0037) bestätigt, dass für Online-Wetten unter dem Oö. Wettgesetz der Serverstandort maßgeblich ist. Eine ausländische Lizenz ist keine österreichische Bewilligung, und eine österreichische Behörde führt keine Liste lizenzierter Online-Wettanbieter. Wer bei einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung wettet, hat im Streitfall keinen österreichischen Ansprechpartner für Produktmängel, und die Selbstsperre eines österreichischen Anbieters greift dort nicht.

Was eine Bewilligung ändert — und was nicht

Eine Bewilligung garantiert keinen besseren Bonus. Sie garantiert, dass die österreichische Land-Behörde den Anbieter als Wettenanbieter zugelassen hat und dass die Spielerschutzregeln des jeweiligen Landes — Altersgrenze 18, Selbstsperre, gegebenenfalls Stake-Limits — zur Anwendung kommen. Sie bedeutet nicht, dass der Anbieter bessere Quoten oder großzügigere FreeBets anbietet. Sie bedeutet auch nicht, dass alle Anbieter in dieser Liste dieselbe Bewilligungsform haben: tipp3 und win2day sind namentlich mit Bescheid und Aktenzahl ausgewiesen, Vierklee ebenfalls, Admiral nennt die Behörde und das Gesetz, Starsportwetten und Merkur Bets veröffentlichen die Bescheiddetails nicht.

Wer auf eine konkrete Bewilligung Wert legt, sollte die Angabe des Anbieters prüfen: Impressum, Wettordnung oder Lizenzseite. Wer das nicht tut, vertraut dem Marketing.

Rechtlicher Rahmen in Österreich: Was das Gesetz über FreeBets sagt

Österreich hat kein eigenes Wettbonusgesetz. Es gibt keine bundesweite Regelung zu Mindestquoten, Umsatzfaktoren, Fristen oder maximalen FreeBet-Werten. Was eine FreeBet wert ist, schreibt allein der Anbieter in seinen Promotionsbedingungen.

Die föderale Struktur

Sportwetten sind in Österreich kein Glücksspiel im Sinne des Glücksspielgesetzes (GSpG). Der Verwaltungsgerichtshof hat mit Entscheidung vom 2.7.2015, Ro 2015/16/0019, klargestellt, dass die klassische Sportwette als Geschicklichkeitsspiel nicht unter das GSpG fällt. Damit gibt es keine Bundeslizenz, keine bundesweite Aufsicht durch das BMF und keine bundesweite Liste lizenzierter Anbieter. Jedes der neun Bundesländer hat sein eigenes Wettgesetz und seine eigene Bewilligungsbehörde. Niederösterreich: NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020), zuständig die NÖ Landesregierung. Wien: Wr. Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016), zuständig der Magistrat. Oberösterreich: Oö. Wettgesetz, zuständig die OÖ Landesregierung.

Für den Wettkunden heißt das: Eine österreichische Bewilligung ist eine Bewilligung des Bundeslandes, nicht des Staates. Wer in Tirol wettet, fällt unter die Tiroler Regeln, wer in Vorarlberg wettet, unter die Vorarlberger. Die Wettregeln — Mindestquoten, Stake-Caps, Live-Wetten — unterscheiden sich von Land zu Land.

Wer was worauf wetten darf

Sportwetten dürfen in Österreich auf Sportereignisse platziert werden, nicht auf Politik oder Fernsehshows (so die übliche Auslegung des BMF). Wetten auf virtuelle oder aufgezeichnete Rennen sind Glücksspiel und keine Sportwette; eine Land-Bewilligung deckt sie nicht. E-Sports: rechtliche Lage nicht abschließend geklärt. Live-Wetten sind je nach Land unterschiedlich geregelt: Wien erlaubt Live-Wetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis, Oberösterreich nur auf numerische Zwischen- oder Endergebnisse oder auf den nächsten Torschützen, Niederösterreich nicht abschließend geregelt. Wer live wetten will, sollte das Wiener oder Oberösterreichische Wettgesetz prüfen, wenn er in einem dieser Länder sitzt.

Stake-Caps und Live-Wetten nach Land

Die Stake-Obergrenzen pro Wette unterscheiden sich: 500 € pro Wette in Oberösterreich und Niederösterreich, 50 € pro Wette an nicht betreuten Terminals in Wien. Für Online-Wetten anderswo ist die Obergrenze nicht abschließend geregelt. Wer mit hohen Einsätzen spielt, sollte das Wettgesetz seines Bundeslandes konsultieren — der Bewilligungsumfang und der Standort des Servers sind entscheidend, nicht die Lizenz auf der Webseite.

Die Wettgebühr

Seit dem 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf Sportwetten in Österreich einer Wettgebühr von 5 Prozent (vorher 2 Prozent seit 1. Oktober 2005). Rechtsgrundlage ist § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025. Die Gebühr ist vom Betreiber geschuldet, der die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt — nicht vom Wettkunden. Der Anbieter kann sie weitergeben, im Gewinn einbehalten oder selbst tragen. tipp3 gibt an, die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst zu tragen und bei gewonnenen Wetten 5 Prozent des Gewinns abzuziehen. Bei 10 € Einsatz und Quote 2,00 ergibt das: Bruttogewinn 20 €, abzüglich 1 € Gebühr = 19 € möglicher Gewinn. Gewinne aus Cash-Outs und aus „Ja/Nein“- und „Alle 7“-Wetten sind vom Abzug ausgenommen.

Die Gebühr schmälert den Gewinn einer jeden gewonnenen Wette — und damit auch einer jeden gewonnenen FreeBet. Bei einer 10-€-FreeBet zu Quote 2,00 mit 1 € Wettgebühr-Abzug sinkt der Nettogewinn von 10 € auf 9 €. Auf den Erwartungswert einer FreeBet schlägt das durch: Statt der oben gerechneten 4,50 € Erwartungswert bleiben etwa 4,05 €.

Werbung und Bonusregeln

Es gibt in Österreich kein bundesweites Wettwerbeverbot und keine Sendezeitbeschränkung für Sportwetten. Die Landesgesetze verlangen einen verantwortungsvollen Standard (§ 18 Abs. 4 Wr. Wettengesetz). Es gibt keine bundesweite Regelung zu Wettbonus-Bedingungen: Höhe, Umsatzfaktor, Mindestquote und Frist schreibt jeder Anbieter selbst. Wer einen Bonus annimmt, sollte die Promotionsbedingungen lesen — sie sind verbindlich, auch wenn sie im Marketing nicht erwähnt werden.

Offshore: die offene Frage

Die Rechtslage von ausländischen Online-Wettanbietern ist in Österreich nicht abschließend geklärt. Sportwetten fallen nicht unter das bundesweite Glücksspielverbot; Land-Bewilligungen sind an den Ort der Datenbereitstellung gebunden; die NÖ Gesetzesmaterialien lassen Anbieter mit Servern außerhalb Niederösterreichs außerhalb des NÖ Gesetzes stehen; der VwGH hat im April 2026 diese Serverort-Anbindung für Oberösterreich bestätigt. Wer bei einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung wettet, kann nicht pauschal als illegal handelnd bezeichnet werden — die Frage hängt vom Land und vom Einzelfall ab. Wer bei einem Anbieter mit Bewilligung wettet, hat einen Ansprechpartner in Österreich.

Spielerschutz: Was eine Freiwette nicht mildert

Eine Freiwette ändert nichts an den Grenzen des Spielerschutzes. Sie macht nachfolgende Wetten nicht ungefährlicher, sie erhöht weder die Verlustgrenze noch die Selbsterkenntnis, und sie löst keine Selbstsperre aus. Der Spielerschutz gilt unabhängig davon, ob eine Freiwette aktiv ist.

Altersgrenze und Identitätsprüfung

Die Altersgrenze für Sportwetten in Österreich liegt bei 18 Jahren (Wien, Oberösterreich; die Anbieter geben sie selbst an). Wer jünger ist, darf weder einzahlen noch wetten. Die Identitätsprüfung ist Sache des Anbieters: Bank-Ident, Video-Ident, Ausweis-Upload. Bei Anbietern mit österreichischer Bewilligung gehört sie zum Standard; bei Anbietern ohne Bewilligung variiert sie.

Einzahlungslimits: keine bundesweite Regel

Es gibt kein bundesweites Einzahlungslimit für Sportwetten. Die Opposition in der Steiermark und in Niederösterreich hat 2025 Limits gefordert, nichts ist in Kraft. Operator-Limits sind freiwillig: win2day begrenzt Einzahlungen auf 250 € pro Woche für Spieler unter 26 Jahren (Freitag bis Donnerstag) und auf 1.680 € pro Kalendermonat ab 26 Jahren; Gewinne zählen nicht zum Limit. Auf Antrag kann das Limit erhöht werden. Andere Anbieter mit österreichischer Bewilligung setzen ihre eigenen Limits; die Anbieter ohne österreichische Bewilligung haben keine österreichische Selbstverpflichtung.

Selbstsperre und Spielpause

Jeder Anbieter mit Bewilligung bietet eine Selbstsperre an. tipp3 kennt Spielpausen von 1, 3 oder 6 Monaten (Guthaben bleibt im Konto) und Selbstsperren von 1, 2 oder 3 Jahren (Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto ausgezahlt). Beide Sperren sind nach Beginn nicht aufhebbar. Die Wr. Wettengesetzgebung lässt eine Sperre erst nach zwei Jahren aufheben. Es gibt keinen bundesweiten Sperrregister für Sportwetten — eine Sperre bei tipp3 gilt nicht bei win2day und nicht bei einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung. Das Glücksspielreformgesetz 2026 (Stand 14.10.2026: im Gesetzwerdungsprozess) plant ein Sperrregister und ein Limitregister für GSpG-Glücksspiel; Sportwetten sind in beiden nicht enthalten.

Wo Hilfe zu finden ist

Spieler mit Problemen finden Hilfe bei der Bundesstelle für Spielsucht, bei den Beratungsstellen der Bundesländer und auf der Plattform Playsponsible.at. Die Anbieter mit Bewilligung verlinken auf eigene Spielerschutzseiten. Eine FreeBet ist kein Therapieangebot und kein Grund, das eigene Limit anzuheben.

Anbieter im Vergleich: Wer eine Freiwette hat und wer nicht

Die folgenden Abschnitte gehen die Anbieter in der Reihenfolge der Seite durch: zuerst die Gruppe mit österreichischer Bewilligung, dann die Gruppe ohne. Jeder Abschnitt beschreibt, was die FreeBet oder das Bonuspaket tatsächlich beinhaltet, welche Auflagen gelten und für welchen Wettkunden das Angebot passt — oder nicht passt.

tipp3

tipp3 ist eine der ältesten österreichischen Sportwettenmarken und nennt eine Bewilligung der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020) nach dem NÖ Wettgesetz. Der Betreiber ist die Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien. tipp3 ist über Annahmestellen und über das Online-Portal erreichbar.

Das Bonusprogramm von tipp3 ist nicht auf eine Gratiswette im klassischen Sinn zugeschnitten; die Aktionen wechseln saisonal. Die Wettgebühr behandelt tipp3 nach eigenen Angaben so: Bei verlorenen Wetten trägt tipp3 die 5 Prozent, bei gewonnenen Wetten werden 5 Prozent des Gewinns abgezogen. Bei 10 € Einsatz zu Quote 2,00 bedeutet das: 20 € Bruttogewinn, 1 € Gebühr, 19 € Auszahlung. Bargeld-Einzahlungen und Bargeld-Auszahlungen über tipp3-Partner sind auf 1.000 € pro Woche begrenzt; eingezahltes Guthaben muss einmal vollständig für Sportwetten eingesetzt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist. tipp3 bietet Spielpausen von 1, 3 oder 6 Monaten und Selbstsperren von 1, 2 oder 3 Jahren.

tipp3 passt zu Wettkunden, die eine österreichische Bewilligung mit klarer Bescheidnummer suchen und bereit sind, die Wettgebühr im Gewinn zu tragen. Wer eine klassische FreeBet im Sinn hat, wird bei tipp3 nicht fündig — die Marke setzt auf Einzahlungs- und Quoten-Aktionen.

win2day

win2day Sportwetten ist die Sportwetten-Marke der Österreichischen Lotterien und nennt eine Bewilligung der NÖ Landesregierung nach dem NÖ Wettgesetz; die Sportwetten unterliegen ausdrücklich nicht dem GSpG und nicht der Aufsicht des BMF/Finanzamt Österreich. Die Casino- und Lotterie-Angebote von win2day laufen unter der bundesweiten GSpG-Konzession und sind von den Sportwetten zu trennen.

win2day liefert das vollständig dokumentierte FreeBet-Modell: fünf FreeBets zu je 10 €, gesamt 50 €, nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 €. Die FreeBets sind drei Jahre lang nutzbar, gelten nur für Einzelwetten, müssen genau in Höhe des FreeBet-Betrags gesetzt werden und sind nicht auszahlbar. Bei FreeBet-Wetten ist die Cash-Out-Funktion deaktiviert. Der mögliche Gewinn errechnet sich aus Gesamtquote mal FreeBet-Einsatz abzüglich des FreeBet-Einsatzes — Beispiel: 10 € FreeBet zu Quote 2,00 = 10 € Nettogewinn.

win2day setzt Einzahlungslimits: bis 26 Jahre maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahre maximal 1.680 € pro Kalendermonat, auf Antrag erhöhbar. Gewinne werden dem Wettkonto gutgeschrieben und können vier Wochen lang beansprucht werden, wenn sie nicht automatisch gutgeschrieben wurden; Auszahlungen gehen auf das registrierte Bankkonto, Auszahlungsgebühren trägt der Spieler.

win2day passt zu Wettkunden, die ein dokumentiertes FreeBet-Modell mit klarer Berechnungslogik suchen. Wer Cash-Out während einer FreeBet nutzen will, ist hier falsch — die Funktion ist deaktiviert. Wer hohe Einzahlungen tätigt, sollte das wöchentliche Limit im Blick behalten.

Merkur Bets

Merkur Bets ist die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group, die früher unter Cashpoint Sportwetten mit Sitz in Gerasdorf bei Wien auftrat und seit Juni 2025 unter Merkur Bets firmiert. Gegründet 1996, ist die Marke eine der etablierten stationären Größen in Österreich. Die Bewilligung wird vom Anbieter als österreichisch benannt, ohne dass Land oder Bescheid im Detail veröffentlicht werden.

Zum FreeBet-Programm von Merkur Bets liegen keine öffentlich vollständigen Bedingungen vor. Die Marke spricht in ihren Aktionen Quoten-Boosts, Kombi-Versicherungen und gelegentliche Gratiswetten-Aktionen aus, ohne dass eine zentrale Seite alle Bedingungen bündelt. Wer bei Merkur Bets eine FreeBet annimmt, sollte die Promotionsbedingungen am Wettschein, im Newsletter oder im Kundenkonto prüfen.

Merkur Bets passt zu Wettkunden, die auf eine stationäre Präsenz mit Trafik- und Terminal-Anschluss Wert legen. Wer vollständig online spielt und alle Bedingungen am Bildschirm prüfen will, ist bei Anbietern mit transparenterer Online-Dokumentation besser aufgehoben.

Vierklee

Vierklee ist nach eigener Startseite mit einer Bewilligung der Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0) lizenziert; Betreiber ist die Vierklee Wettbüro GmbH. Neukunden wird ein Bonus von bis zu 100 € angekündigt; konkrete Bonusbedingungen — Mindestquote, Umsatzfaktor, Frist — nennt die Info-Seite nicht. Das ist bei einem Wettanbieter mit österreichischer Bewilligung ungewöhnlich; in der Regel sind die Bedingungen zumindest im Kleingedruckten oder in den Promotionsbedingungen auffindbar.

Wer bei Vierklee den Bonus aktiviert, sollte vor Annahme die Promotionsbedingungen am Schalter, in der App oder auf Anfrage beim Kundenservice einsehen. Die Bewilligung gilt für das Tiroler Wettgesetz, nicht für andere Bundesländer; für die Frage, ob ein Wettkunde aus einem anderen Bundesland dort spielen darf, ist die tirolische Regelung nicht abschließend.

Vierklee passt zu Wettkunden mit Tiroler Bezug, die einen stationären Anbieter mit Bewilligung suchen. Wer ein vollständig dokumentiertes Online-FreeBet-Programm sucht, sollte vor Kontoeröffnung die Promotionsbedingungen anfordern.

Starsportwetten

Starsportwetten bewirbt sich als „behördlich bewilligter Sportwettenanbieter“ und nennt in der App-Beschreibung einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die Bewilligung erteilt wurde. Das Bundesland und die Aktenzahl sind in der App-Beschreibung nicht angeführt.

Zum FreeBet-Programm von Starsportwetten liegen keine zentralen Bedingungen vor. Die Marke bewirbt über die App Quoten-Boosts und Aktionen, für die jedoch keine einheitlichen Mindestquoten oder Umsatzfaktoren öffentlich genannt werden. Starsportwetten spricht Wettkunden an, die über die App spielen.

Starsportwetten passt zu Wettkunden, die einen Anbieter mit App-Fokus suchen. Wer vor Annahme einer Aktion die Bedingungen lesen will, sollte sie direkt beim Kundenservice erfragen — eine Online-Promotionsseite ist nicht die Regel.

Admiral

Admiral Sportwetten gehört zur Novomatic-Gruppe und sitzt in Gumpoldskirchen; das Unternehmen wurde von Walter Grubmüller gegründet und war von 2001 bis 2006 an der Wiener Börse notiert. Die Bewilligung ist die der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz. Admiral zählt zu den bekanntesten österreichischen Marken und betreibt ein dichtes Annahmestellen-Netz.

Zum FreeBet-Programm von Admiral liegen keine vollständig öffentlich dokumentierten Bedingungen vor. Die Marke bewirbt Quoten-Boosts, Kombi-Versicherungen und gelegentliche Gratiswetten-Aktionen über die Annahmestellen, die App und das Online-Portal. Wer bei Admiral eine FreeBet annimmt, prüft die Bedingungen am Wettschein oder im Newsletter.

Admiral passt zu Wettkunden, die einen österreichischen Marktführer mit Annahmestellen suchen. Wer eine zentrale Online-Promotionsseite erwartet, findet sie nicht in jedem Fall — die Aktionen sind über mehrere Kanäle verteilt.

Lunubet

Lunubet wirbt auf seiner deutschsprachigen Startseite mit einem Sport-Willkommensbonus von 100 % bis 200 €; für Spieler aus Deutschland, Österreich, Finnland, Norwegen und der Schweiz liegt das Maximum bei 300 €, die Mindesteinzahlung beträgt 20 €. Lunubet nennt eine Curaçao-Lizenz, keine österreichische Bewilligung. Der Sitz des Anbieters liegt außerhalb Österreichs.

Die konkreten Umsatzbedingungen, die Mindestquote und die Frist sind auf der Startseite nicht benannt. Wer Lunubet nutzt, hat keinen österreichischen Ansprechpartner bei Produktmängeln, keine österreichische Selbstsperre und keine Anwendung des jeweiligen Landes-Wettgesetzes. Die Rechtslage eines solchen Angebots ist in Österreich umstritten und hängt vom Bundesland ab, in dem der Wettkunde sitzt.

Lunubet passt zu Wettkunden, die einen großzügig beworbenen Bonus akzeptieren und das Risiko einer ausländischen Lizenz tragen. Wer auf eine österreichische Bewilligung Wert legt, ist hier falsch.

BetLabel

BetLabel wirbt auf der deutschsprachigen Startseite mit einem 100-%-Bonus von bis zu 100 € auf die erste Einzahlung. Umsatzbedingungen, Mindestquote und Frist stehen auf der Startseite nicht. BetLabel nennt eine Curaçao-Lizenz, keine österreichische Bewilligung.

BetLabel verlangt keine österreichische Identitätsprüfung im Strafverzeichnis; die Curaçao-Lizenz bringt eigene Compliance-Regeln mit, die nicht österreichisches Recht sind. Wer hier wettet, hat im Streitfall keinen österreichischen Ansprechpartner.

BetLabel passt zu Wettkunden, die einen höheren Bonus akzeptieren und die fehlende österreichische Bewilligung in Kauf nehmen. Wer Wert auf eine heimische Bewilligung legt, sollte einen anderen Anbieter wählen.

Winz.io

Winz.io ist eine Krypto-Marke und bietet Sportwetten auf mehr als 30 Sportarten (Fußball, Basketball, Tennis, eSports unter anderem). Einzahlungen und Auszahlungen laufen über Kryptowährungen: BTC, ETH, LTC, BCH, DOGE, USDT, BNB, ADA, TRX, XRP, SOL. Lizenziert ist Winz.io nach eigener Angabe bei der Tobique Gaming Commission (0000002) und in Anjouan (ALSI-202508056-FI2) — keine österreichische Bewilligung.

Winz.io bewirbt Boni ohne Umsatzbedingungen — das bezieht sich auf das Casino-Angebot (Willkommensbonus bis 10.000 $ oder 130 mBTC ohne Umsatzanforderung, 20 % tägliches Cashback ohne Limit, WinzUp-Treueprogramm bis 35 % Rewards). Das Sportwetten-Angebot ist im Bonus-Kontext nicht so ausführlich beschrieben. Krypto-Einzahlungen fallen nicht unter österreichische Zahlungsregeln für Sportwetten, weil es für Sportwetten keine spezifische österreichische Zahlungsregel gibt.

Winz.io passt zu Wettkunden, die Krypto-Zahlungen bevorzugen und ein Casino- und Sportwetten-Kombiangebot suchen. Wer auf österreichische Bewilligung Wert legt, ist hier falsch. Wer die Volatilität von Kryptowährungen trägt, sollte sich der Schwankungen bewusst sein.

Betalright

Betalright bewirbt im Sportbereich einen Erstzahlungsbonus von 100 % bis 250 €, einen wöchentlichen Reload-Bonus von 25 % bis 250 €, Cashback von 10 % bis 500 %, Accumulator Boost und Early Payout. Bedingungen — Mindestquote, Umsatzfaktor, Frist — stehen in der Übersicht nicht. Lizenz: nicht feststellbar, keine österreichische Bewilligung.

Betalright bietet eine breite Palette an Aktionen, was auf einen aktiven Bonus-Anbieter hindeutet. Die fehlende Lizenztransparenz und die fehlende österreichische Bewilligung sind die Kehrseite.

Betalright passt zu Wettkunden, die viele Bonusaktionen schätzen. Wer auf eine klar dokumentierte Lizenz Wert legt, sollte vor Annahme einer Aktion den Lizenztext prüfen.

Wo die Bewilligung wirklich zählt — und wo nur der Bonus zählt

Die Bewilligung eines Anbieters beantwortet die Frage, wer in Österreich zuständig ist, wenn etwas schiefgeht. Sie beantwortet nicht die Frage, wie gut ein Bonus ist. Ein Anbieter mit Bewilligung kann einen schwachen Bonus haben; ein Anbieter ohne Bewilligung kann einen starken Bonus haben. Die Frage, was wichtiger ist, hängt vom Wettkunden ab.

Wann die Bewilligung entscheidend ist

Die Bewilligung zählt, wenn der Wettkunde einen Ansprechpartner in Österreich erwartet. Wer eine Selbstsperre nach österreichischem Standard sucht, wer Streit über die Auszahlung hat und wer das österreichische Wettgesetz als Rahmen akzeptiert, ist bei einem Anbieter mit Bewilligung richtig. Wer hohe Einsätze plant, sollte die Stake-Caps des jeweiligen Landes prüfen: 500 € pro Wette in Oberösterreich und Niederösterreich, 50 € pro Wette an nicht betreuten Terminals in Wien. Für Online-Wetten außerhalb dieser Länder ist die Obergrenze nicht abschließend geregelt.

Wann der Bonus wichtiger ist

Der Bonus zählt, wenn der Wettkunde eine konkrete Aktion nutzen will. Ein 100-%-Bonus bis 200 € mit Umsatzfaktor 5 und 30 Tagen Frist ist nicht 200 € wert, sondern näher am Erwartungswert des Bonus nach Abzug der zu erwartenden Verluste. Wer den Bonus nimmt, weil der Nominalwert verlockend klingt, sollte mindestens die Mindestquote, die Frist und die zugelassenen Märkte kennen.

Wer nichts zu verlieren hat

Wer mit kleinen Einsätzen spielt und eine FreeBet als Ergänzung zum eigenen Wettverhalten nimmt, hat am wenigsten zu verlieren — und am wenigsten zu erwarten. Eine 10-€-FreeBet bringt im statistischen Mittel etwa 4 €, wenn die Quote hoch genug und der Markt sauber genug ist. Wer mit großen Einsätzen spielt, ist mit Einzahlungsboni schlechter bedient, weil der Umsatzfaktor bei realistischer Spielweise einen erheblichen Anteil des Bonus auffrisst.

Wettgebühr und FreeBet: was die 5 Prozent bedeuten

Die Wettgebühr von 5 Prozent, gültig seit 1. April 2025, schmälert jede gewonnene Wette. Bei einer 10-€-FreeBet zu Quote 2,00 bringt die Wette 20 € Bruttogewinn; nach Abzug von 1 € Wettgebühr bleiben 19 €. Das ist eine Reduktion des Nettogewinns um 10 %, was den Erwartungswert einer FreeBet spürbar drückt. Anbieter, die die Gebühr im Gewinn abziehen, belasten den Wettkunden; Anbieter, die sie selbst tragen, geben das im Marketing in der Regel an.

tipp3 gehört zu den Anbietern, die die Gebühr bei gewonnenen Wetten vom Gewinn abziehen. Andere Anbieter tragen sie selbst — der Wettkunde sieht sie dann nicht. Bei der Bewertung einer FreeBet ist die Frage „Wer trägt die Wettgebühr?“ mitentscheidend: Eine FreeBet, die brutto 5 € verspricht und netto 4 € auszahlt, ist nicht dasselbe Angebot wie eine FreeBet, die brutto 5 € verspricht und netto 5 € auszahlt.

Häufige Fragen

Welche Wettanbieter in Österreich bieten eine Freiwette an und unter welchen Bedingungen?

Unter den Anbietern mit österreichischer Bewilligung ist win2day der Anbieter mit dem vollständig dokumentierten FreeBet-Programm: fünf FreeBets zu je 10 € nach einer Ersteinzahlung von mindestens 1 €, drei Jahre gültig, nur Einzelwetten, keine Auszahlung des FreeBet-Betrags. Andere Anbieter mit Bewilligung (tipp3, Merkur Bets, Vierklee, Starsportwetten, Admiral) werben mit Aktionen, deren Bedingungen am Wettschein, in der App oder auf Anfrage einzusehen sind. Anbieter ohne österreichische Bewilligung (Lunubet, BetLabel, Winz.io, Betalright) werben mit Einzahlungsboni statt mit FreeBets; deren Bedingungen sind auf den jeweiligen Startseiten nicht vollständig offengelegt.

Wird der Einsatz einer Freiwette bei einem Gewinn mit ausgezahlt?

Nein. Bei einer FreeBet wird im Erfolgsfall nur der Nettogewinn ausbezahlt, nicht der FreeBet-Einsatz. Beispiel: Eine 10-€-FreeBet zu Quote 2,50 ergibt 25 € Bruttogewinn; nach Abzug des nicht rückgezahlten FreeBet-Einsatzes bleiben 15 € zur Auszahlung. Bei einer verlorenen FreeBet verliert der Wettkunde kein eigenes Geld, weil der Einsatz vom Anbieter gestellt wurde. Dieses Prinzip unterscheidet die FreeBet vom klassischen Gewinn aus einer Echtgeld-Wette.

Wie berechnet sich der mögliche Gewinn aus Gesamtquote und FreeBet-Einsatz?

Der mögliche Gewinn aus einer FreeBet ist Gesamtquote mal FreeBet-Einsatz minus FreeBet-Einsatz. Beispiel win2day: 10 € FreeBet-Einsatz mal Gesamtquote 2,00 = 20 € Bruttogewinn; abzüglich 10 € FreeBet-Einsatz = 10 € Nettogewinn. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Auswahlen zur Gesamtquote; das Prinzip bleibt dasselbe. Bei win2day sind Kombiwetten und Systemwetten mit FreeBet jedoch ausgeschlossen — FreeBets gelten nur für Einzelwetten.

Gilt eine Freiwette auch für Kombiwetten und Systemwetten?

Bei win2day ausdrücklich nicht: Die FreeBets gelten nur für Einzelwetten, Systemwetten sind ausgeschlossen. Bei anderen Anbietern hängt die Regelung von den Promotionsbedingungen ab. Generell gilt: FreeBets werden oft für Einzelwetten ausgegeben, weil der Anbieter das Risiko auf eine einzelne Wette begrenzen will. Wer eine FreeBet auf einer Kombiwette platzieren will, sollte die Promotionsbedingungen vor Annahme lesen — eine versehentlich auf eine unzulässige Wettart gesetzte FreeBet verfällt in der Regel ersatzlos.

Ist bei einer Freiwette Cash-out möglich?

Bei win2day nicht: Die Cash-Out-Funktion ist deaktiviert, solange die Wette als FreeBet läuft. Bei anderen Anbietern variiert die Regelung. Wer vor Abschluss der Wette aussteigen will, sollte prüfen, ob die Cash-Out-Funktion für die konkrete FreeBet aktiviert ist. In vielen Fällen ist Cash-Out während einer FreeBet gesperrt, weil der Anbieter den Ablauf der Wette als Teil des Angebots definiert.

Gibt es Freiwetten ohne Einzahlung und welche Auflagen sind damit verbunden?

In Österreich ist unter den Anbietern mit Bewilligung kein dauerhaftes FreeBet-ohne-Einzahlung-Programm dokumentiert. win2day verlangt eine Ersteinzahlung von mindestens 1 €, um die fünf FreeBets zu je 10 € freizuschalten. Anbieter ohne österreichische Bewilligung werben gelegentlich mit „No-Deposit“-Aktionen, deren Bedingungen auf den jeweiligen Startseiten nicht vollständig offengelegt sind. Wer eine No-Deposit-Aktion in Anspruch nimmt, sollte besonders auf Umsatzfaktor, Frist und maximale Auszahlung achten — No-Deposit-Boni haben in der Regel die strengsten Auflagen.

Inhalt erstellt vom Team «Dartswetten online»