Was kostet Online-Wetten in Österreich wirklich?

Updated Oktober 2026
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Stand: 30. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Impressen und Wettordnungen der genannten Anbieter (tipp3, win2day, Vierklee) sowie die Land­gesetze (NÖ Wettgesetz LGBl. Nr. 58/2020, Oö. Wettgesetz, Wr. Wettengesetz).

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines Rasenplatzes in der Dämmerung, in der Ferne leuchten Flutlichter, die Ränge sind leer.
win2day Sportwetten bietet Einzelwetten, Kombiwetten, Langzeitwetten und Livewetten an; genannte Sportarten sind Fußball, Eishockey, Tennis, Handball und Formel 1.

Sportwetten sind in Österreich Sache der Bundesländer, nicht des Bundes. tipp3 und win2day nennen eine Bewilligung der NÖ Landesregierung, vier weitere Anbieter veröffentlichen ebenfalls ein Landes­dokument. Eine österreichische Lizenz, die alles abdeckt, gibt es nicht. Wer online wettet, bezahlt die Wettgebühr von 5 % auf den Einsatz, den Bonus­umsatz eines „100 % Bonus“ in Zeit, Mindest­quoten und oft in einer Gratiswette, deren Einsatz im Gewinn­fall nicht zurück­fließt. Die tatsächlichen Kosten für den Wettenden hängen dabei maßgeblich von den Bedingungen des gewählten Anbieters ab.

Die zehn Anbieter im Überblick: Wer hat eine Bewilligung, wer nicht

Bevor Quoten, Apps und Boni verglichen werden, steht die Frage, unter welcher Aufsicht ein Anbieter steht. Österreich hat keine nationale Wettlizenz und keine nationale Liste. Jede Bewilligung ist eine Bewilligung eines Bundeslandes; sechs der hier behandelten Anbieter nennen eine solche, vier nicht. Für Anbieter ohne Bewilligung gilt: Die ausländische Lizenz (Malta, Curaçao, Anjouan) ersetzt keine österreichische, und es gibt keine österreichische Stelle, an die sich der Wettende bei Streit mit dem Produkt wenden kann.

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt auf einem Holztisch neben einem Notizblock und einem Stift, Tageslicht von links.
tipp3 wird von der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz am Rennweg 44, 1038 Wien betrieben.
Anbieter Österreichische Bewilligung Genannte Lizenz / Bewilligung
tipp3 Bewilligung (NÖ) NÖ Wettgesetz, Bescheid der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020
win2day Bewilligung (NÖ) NÖ Wettgesetz, Bewilligung der NÖ Landesregierung (nur Sportwetten; Lotterie und Casino laufen unter der Bundes­konzession nach GSpG)
Starsportwetten Bewilligung (Land nicht veröffentlicht) Bewilligung liegt vor, das Bundesland und der Bescheid werden vom Anbieter nicht öffentlich benannt
Admiral Bewilligung (OÖ) Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz
Merkur Bets Bewilligung (Land nicht veröffentlicht) Bewilligung liegt vor, das Bundesland und der Bescheid werden vom Anbieter nicht öffentlich benannt
Vierklee Bewilligung (T) Tiroler Landesregierung, Zl. IIa.10.065/144-0, Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz
GG.BET ohne österreichische Bewilligung Curaçao OGL/2024/688/0234
Bets.io ohne österreichische Bewilligung Anjouan ALSI-202410047-FI2
Betway ohne österreichische Bewilligung MGA (Malta)
Tipico ohne österreichische Bewilligung MGA/B2C/101/2004

Diese Einordnung trägt eine Konsequenz, die Marketing­texte gerne überdecken: Bei Anbietern ohne österreichische Bewilligung ist die Rechtslage je nach Bundesland umstritten. Die NÖ Erläuterungen, wie sie in einem Landtags­antrag zitiert werden, lassen Anbieter, die Niederösterreich von Servern außerhalb des Landes bedienen, außerhalb des NÖ Wettgesetzes stehen. Der VwGH (9.4.2026, Ra 2025/02/0037) hat die Server­lage als Anker für Oberösterreich bestätigt. Eine pauschale Aussage „im Ausland ist illegal“ oder „im Ausland ist legal“ lässt sich daraus nicht ableiten; sie ist Gegenstand laufender Verfahren. Wer bei einem Anbieter ohne Bewilligung wettet, hat zudem keinen österreichischen Ansprech­partner, an den er sich bei Streit um die Auszahlung, um Limits oder um die Sperre wenden kann; die ausländische Lizenz­behörde ist zuständig, nicht eine österreichische Stelle.

Wie Sportwetten in Österreich aufgestellt sind: Bundesländer statt Bund

Die klassische Sportwette ist in Österreich kein Glücksspiel im Sinne des GSpG. Der VwGH hat das am 2.7.2015 (Ro 2015/16/0019) festgehalten. Die Folge: Es gibt keine Bundes­konzession, keinen Bundes­regulator, keine nationale Liste der Buchmacher, kein nationales Sperr­register und kein bundesweites Einzahlungs­limit für Sportwetten. Die Bewilligung wird vom jeweiligen Bundesland erteilt, das Land hat seine eigene Wettbehörde und sein eigenes Wettgesetz.

Leerer Sitzungssaal mit Holzbänken im Morgenlicht
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020).

Wer in Österreich eine Sportwette anbieten will, braucht eine Bewilligung des Landes, von dessen Boden aus er die Wette vermittelt. Niederösterreich nennt im Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020) die NÖ Landesregierung als Behörde, Wien den Magistrat (Wr. Wettengesetz, LGBl. Nr. 26/2016), Oberösterreich und Tirol ihre jeweiligen Landes­regierungen. tipp3 und win2day berufen sich auf die NÖ Bewilligung vom 10.12.2020. Admiral nennt die OÖ Bewilligung nach dem Oö. Wettgesetz. Vierklee nennt die Tiroler Buchmacher­lizenz IIa.10.065/144-0. Starsportwetten und Merkur Bets nennen eine Bewilligung, ohne das Land oder den Bescheid zu veröffentlichen.

Was gewettet werden darf, regelt ebenfalls das Land. Wien erlaubt Wetten auf Sportereignisse, schließt Wetten auf Politik oder Fernsehshows aus. Virtuelle oder aufgezeichnete Rennen sind Glücksspiel, keine Sportwette und können von einem Land nicht bewilligt werden. Live-Wetten sind eingeschränkt: Wien erlaubt Live-Wetten nur auf Teil- oder End­ergebnisse, Oberösterreich auf numerische Zwischen- oder End­ergebnisse oder auf den nächsten Torschützen; was in Niederösterreich aktuell erlaubt ist, ist nicht fest­gehalten. Einsatz­obergrenzen unterscheiden sich ebenso: 500 € pro Wette in Oberösterreich und Niederösterreich, 50 € pro Wette an terminal­ähnlichen Annahmestellen in Wien. Für Online-Wetten anderswo ist keine einheitliche Obergrenze etabliert. Eine Cash-Out-Pflicht oder eine Auszahlungs­regel schreibt kein Landes­gesetz vor; Cash Out ist, soweit vorhanden, eine Funktion des Anbieters.

Diese Land-Logik hat eine einfache Konsequenz für den Wettenden: Eine einzige österreichische „Wettlizenz“ lässt sich nicht prüfen, weil es sie nicht gibt. Wer prüfen will, ob ein Anbieter eine Bewilligung hat, schaut ins Impressum oder in die Wettordnung und vergleicht, welches Land und welcher Bescheid genannt werden. Wer nichts findet, hat keinen Beleg. Die Wettgebühr wird trotzdem fällig, weil sie jeden Einsatz trifft, der von Österreich aus auf eine Sportwette gesetzt wird, unabhängig von der Lizenz des Anbieters.

Verantwortliches Wetten: Sperren, Limits und Hilfen, die es gibt und die es nicht gibt

Spieler­schutz ist, wie alles in der Sportwette, Land­sache. Jedes Bundesland hat eigene Regeln, eine bundesweite Sperr­datei für Sportwetten existiert nicht. tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten an, das Guthaben bleibt im Konto, und eine Selbst­sperre von 1, 2 oder 3 Jahren, nach deren Ablauf das Rest­guthaben auf das verknüpfte Bank­konto überwiesen wird. Beide Sperren sind nach dem Start nicht aufhebbar. Bei win2day gilt ein Einzahlungs­limit, das vom Alter abhängt: bis 26 Jahre höchstens 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahre höchstens 1.680 € pro Kalender­monat, auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne zählen nicht zum Limit, sie werden also nicht auf die 250 € oder 1.680 € angerechnet. Bei den Anbietern ohne österreichische Bewilligung greift die österreichische Aufsicht nicht, der Spieler­schutz richtet sich nach den Hausregeln der Marke und nach dem ausländischen Recht.

Was es im Gegenzug nicht gibt: keinen bundesweiten Ausschluss vom Sportwetten-Angebot, keine zentrale Sperr­datei, keine bundesweit verbindliche Einzahlungs­obergrenze. Die Glücksspiel­reform 2026, die am 14.10.2026 noch im Entwurf vorlag, sieht ein Sperr­register und ein Limit­register vor, aber nur für Glücks­spiele nach dem GSpG; Sportwetten sind dort nicht erfasst. Oppositions­anträge in der Steiermark und in Niederösterreich (2025) fordern ein bundesweites Sportwetten-Limit, es ist nichts beschlossen. Die österreichische Hilfe­stelle für Spieler und Angehörige ist die Bundes­stelle „Spielsucht“ und die Seite playsponsible.at.

Wer sich selbst sperren will, sollte das beim Anbieter tun, bei dem das Konto läuft, und die Sperre mit einer Pause auf dem Bank­konto für Wett­einzahlungen verbinden. Die Sperre beim Anbieter hindert niemanden, sich bei einem zweiten Anbieter ohne österreichische Bewilligung ein neues Konto zu eröffnen, und es hindert niemanden, der die Wettgebühr am Automaten zahlt, an der Trafik. Die einzige Sperre, die wirklich trägt, ist die eigene.

Boni und Gratiswetten: Was „100 % Bonus“ und „Free Bet“ in Aufwand bedeuten

Boni sind Werbe­versprechen, keine Geschenke. Sie stehen in den AGB des Anbieters, und der Aufwand, sie freizuspielen, schlägt sich in Zahlen, die das Marketing nicht nennt. Drei Begriffe prägen den Markt: der Einzahlungs­bonus (häufig „100 % bis 200 €“), die Gratiswette (Free Bet, „25 € Gratiswette“) und die Quote-Boost-Aktion (kurzzeitig erhöhte Preise für eine Auswahl). Dazu kommen Cashback, Accumulator Boost, Bore Draw und frühzeitige Auszahlung, je nach Anbieter.

Die Rechnung hinter dem Bonus sieht so aus: Wer einen 100-%-Bonus auf 100 € erhält, hat 200 € auf dem Wett­konto, von denen der Bonus­teil 100 € beträgt. Der Bonus wird nicht bar ausgezahlt, sondern muss umgesetzt werden. Liegt die Umsatz­bedingung beim Fünf­fachen des Bonus (5×), sind 500 € Einsatz nötig. Bei einer Mindest­quote von 1,80 auf Einzel­wetten heißt das: Es müssen fünf Wetten zu je 100 € zu einer Quote von mindestens 1,80 platziert werden, und bei einer durch­schnittlichen Markt­marge von etwa 5 % kostet das den Wettenden im Erwartungs­wert rund 25 €. Dazu kommt eine Frist, meist 30 oder 90 Tage, und oft eine Obergrenze für den Gewinn aus dem Bonus. Die Gratiswette zahlt im Gewinn­fall nur den Nettogewinn, der Einsatz wird nicht zurück­erstattet: Eine 25-€-Gratiswette zu Quote 3,00 bringt 50 € Gewinn, nicht 75 €. Eine „risikofreie“ Wette, die als Gratiswette zurück­erstattet wird, ist keine Erstattung in Geld, sondern erneut eine Wette, deren Einsatz bei einem zweiten Treffer erneut nicht zurück­fließt.

Quoten-Boosts werfen die Frage auf, wo der Boost landet. Ein Boost von 1,85 auf 2,00 sieht großzügig aus, verliert aber an Glanz, wenn der Konkurrent dieselbe Auswahl ohnehin bei 1,90 anbietet. Accumulator Boost und Bore Draw sind sinnvolle Sicherheits­netze für Viel­spieler, kosten aber den Wettenden einen Teil seiner Quote, weil die Auszahlung im Erfolgs­fall gedeckelt ist. Wer einen Bonus annimmt, sollte die drei Zahlen kennen: den Umsatz­faktor, die Mindest­quote und die Frist. Wer ohne Bonus spielt, lässt sich diese Rechnung sparen und verzichtet auf einen Marketing­anreiz, der in der Bilanz selten ein Geschenk ist.

Zahlungen und Auszahlungs­geschwindigkeit: Welche Wege funktionieren und wo es klemmt

Welche Zahlungs­wege ein Anbieter akzeptiert, ist seine Sache, nicht die des Landes. Die häufigsten Wege sind Kredit­karte, Bank­überweisung, E-Wallets wie Skrill und Neteller, die Paysafecard, Klarna und, bei offshore lizenzierten Marken, Kryptowährungen. Winz.io etwa wickelt Ein- und Auszahlungen über Kryptowährungen ab (BTC, ETH, LTC, BCH, DOGE, USDT, BNB, ADA, TRX, XRP, SOL). Bets.io nutzt Softswiss Sportsbook als Plattform. Bei tipp3 und win2day sind die Wege konservativer, Kredit­karte, Bank­überweisung und die in Österreich üblichen Sofort-Optionen.

Die Auszahlungs­dauer hängt vom Weg und vom Anbieter ab. E-Wallets sind am schnellsten, oft innerhalb von 24 Stunden, die Bank­überweisung dauert in der Regel ein bis drei Werk­tage, die Kredit­karte ähnlich. Die Paysafecard funktioniert für Einzahlungen, eine Auszahlung darüber ist nicht möglich, der Anbieter weicht auf ein anderes Konto aus. Bei der ersten Auszahlung verlangen alle Anbieter eine Identitäts­prüfung (KYC), Ausweis­kopie, Adress­nachweis und bei E-Wallets ein Konto auf den eigenen Namen. Wer bei der Anmeldung einen anderen Namen verwendet, scheitert spätestens hier.

Eine österreichische Sonder­regel, die anonyme Prepaid-Karten oder Krypto generell verbietet, gibt es im Sportwetten-Bereich nicht. Was es gibt, ist die Pflicht zur Sperre und KYC nach dem jeweiligen Hausrecht, und beim Anbieter ohne österreichische Bewilligung bleibt es bei dessen Hausregeln. Wer bei einer Marke ohne österreichische Bewilligung einzahlt, sollte sich das Konto, die IBAN und die Währung merken: Eine Auszahlung erfolgt in der Regel auf demselben Weg wie die Einzahlung, eine Umstellung ist aufwendig.

Mobile Wetten und Apps: Was die Anwendung kann und was die Webseite besser macht

Vier der zehn Anbieter sind im österreichischen App Store mit einer eigenen Sportwetten-App vertreten: Merkur Bets, Betway, NEO.bet, DAZN Bet und Tonybet nennen eigene Anwendungen, die je nach Plattform (iOS, Android) und Marke Sport­arten, Live-Wetten, Cash Out, Konfigurator und Boosts anbieten. Starsportwetten, tipp3, win2day, Admiral, Vierklee, GG.BET, Bets.io, Tipico und die übrigen Anbieter setzen stärker auf die mobile Webseite, die im Browser des Smart­phones läuft. Der Unterschied ist praktisch: Eine App lädt schneller, sendet Push-Nachrichten, lässt sich mit Face ID oder Fingerabdruck entsperren, und der Wettschein ist auf einem großen Bild­schirm übersichtlicher. Die mobile Webseite braucht nichts aus dem App Store, ist immer auf dem neuesten Stand und läuft auch auf Geräten, die keine App installieren wollen.

Was die App leisten muss, ist nicht dasselbe wie das, was sie leisten kann. Live-Streams verbrauchen Daten und brauchen eine stabile Verbindung, sie sind nicht überall verfügbar. Cash Out, der Verkauf der Wette vor Spiel­ende, ist ein Feature, das jeder Anbieter anders handhabt, mal voll, mal teilweise, mal nur auf ausgewählte Sport­arten. Boosts und Super Boosts sind Quote-Aufschläge auf ausgewählte Wetten, oft nur in der App und oft nur für kurze Zeit. Der Wett­konfigurator erlaubt es, mehrere Auswahlen aus demselben Spiel zu kombinieren (zum Beispiel „Heimsieg und über 2,5 Tore“), was die Quote erhöht, aber auch das Risiko. Wichtig für den Wettenden: In der App lassen sich Einzahlungs­limits und Benachrichtigungen leichter verwalten, ein Profil, das nur in der Webseite existiert, lädt nicht in der App, und wer im Ausland wettet, sollte die Standort­freigabe im Auge behalten, sie entscheidet mit, welche Märkte verfügbar sind.

Wettarten und Quoten: Einzelwette, Kombi, System und was die Marge kostet

Eine Einzelwette ist die einfachste Form: ein Spiel, eine Auswahl, eine Quote. Die Auszahlung ist Einsatz × Quote, der Reingewinn Einsatz × (Quote − 1). tipp3 und win2day bieten Einzel­wetten, Kombi­wetten, Langzeit­wetten und Live-Wetten an. Merkur Bets nennt Einzel-, Kombi-, System- und Mehrweg­wetten. Betway ergänzt Wett­konfigurator, Wett­konfigurator+ und die „Super Sub“-Funktion, bei der ein Spieler im laufenden Spiel ersetzt werden kann, aber nur in den ersten 90 Minuten. SpinBetter führt Einzelwette, Akkumulator, Ketten­wette, Kombi­wette und System­wette, mit über 1.000 täglichen Veranstaltungen und Live-Wetten rund um die Uhr.

Kombi­wetten multiplizieren die Quoten, das Risiko aber auch. Eine Kombi mit drei Auswahlen zu 1,80, 1,95 und 2,10 hat eine Gesamt­quote von 7,37, das heißt: 10 € Einsatz zahlen 73,70 € zurück, wenn alle drei Treffer sitzen. Die Marge, die der Buchmacher auf jedem Markt hält, schlägt dabei dreimal zu, die effektive Marge der Kombi ist höher als die Marge einer Einzel­wette. System­wetten erlauben es, auch bei einem Fehl­treffer noch etwas zu gewinnen, sie kosten aber einen Teil der Quote, weil jede Kombination im System einen eigenen Einsatz hat.

Was eine Quote wirklich wert ist, zeigt die Marge. Bei einem Zwei-Wege-Markt (zum Beispiel „Heimsieg oder Auswärtssieg“ beim Tennis, „über oder unter“ 2,5 Tore beim Fußball) mit beiden Quoten bei 1,90 ergibt sich: Auszahlungs­quote = 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 0,95, die Marge = 1 − 0,95 = 0,05, also 5 %. Bei einem Drei-Wege-Markt (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg im Fußball) zu 2,10, 3,40, 3,50 ist die Auszahlungs­quote 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,50) ≈ 0,953, die Marge also rund 4,7 %. Der Buchmacher behält von jedem Euro, der auf diesen Markt gesetzt wird, etwa 5 Cent, der Rest wird im Erfolgs­fall ausgezahlt. Die Quoten, die ein Anbieter anzeigt, sind also nie „fair“, sie enthalten bereits seinen Anteil, und ein Vergleich zwischen Anbietern lohnt sich, weil die Marge auf demselben Markt zwischen 3 % und 8 % liegen kann. Eine pauschale Aussage „Anbieter X hat die besten Quoten“ lässt sich daraus nicht ableiten, weil die Marge von Markt zu Markt und von Event zu Event schwankt.

Sportarten und Turniere: Was im Programm steht und was fehlt

Das Sport­angebot ist breit, aber nicht bei jedem Anbieter gleich. Fußball steht bei allen genannten Marken im Zentrum, von der österreichischen Bundesliga über Champions League und Europa League bis zu unteren Ligen. Starsportwetten nennt über 200 Fußball­ligen aus mehr als 80 Ländern und bis zu 10.000 Live-Spiele pro Monat. tipp3 und win2day listen Fußball, Eishockey, Tennis, Handball und Formel 1. Merkur Bets ergänzt Basketball, American Football, Olympia und Futsal. Betway bietet Livestreams in Fußball, Basketball, Eishockey, American Football, Darts und Tennis. Tonybet nennt Fußball, Basketball, American Football, Baseball, Volleyball, Tennis, Futsal und Beach Soccer. GG.BET und Bets.io setzen einen Schwerpunkt auf eSports (Dota 2, Counter-Strike, Valorant, League of Legends, Rainbow Six Siege). Slotimo deckt Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Boxen, Volleyball, Snooker und eSports ab. 22bet reicht von Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey bis Cricket, Snooker, Curling und Formel 1.

Was fehlt, ist von Anbieter zu Anbieter verschieden. Wer eine exotische Liga sucht, etwa die dänische 2. Division, einen japanischen Baseball-Wettbewerb oder die indische Premier League Cricket, wird eher bei Starsportwetten, 22bet, Betway oder Tonybet fündig als bei tipp3 oder win2day, die ihr Programm auf das konzentrieren, was der österreichische Markt nachfragt. eSports ist bei den österreichisch bewilligten Anbietern selten im Vordergrund, bei den offshore lizenzierten Marken ist es ein Haupt­programm­punkt. Wichtig: Welche Märkte ein Anbieter tatsächlich anbietet, ändert sich wöchentlich, vor allem bei Live-Wetten, und ist im Wettprogramm des Anbieters tages­aktuell verzeichnet. Wer vor der Wette prüfen will, ob der gewünschte Markt da ist, schaut am Tag des Spiels in die App oder auf die Seite.

Die Wettgebühr: 5 % auf jeden Einsatz, getragen von Anbieter oder Wettendem

Seit dem 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf Sportwetten in Österreich einer Wettgebühr von 5 %. Die Gebühr ist im § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025 geregelt, sie löste den alten Satz von 2 % aus dem Jahr 2005 ab. Die Gebühr schuldet, wer die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt, also der Anbieter, nicht der Wettende. Die Frage, ob und wie der Anbieter die Gebühr an den Wettenden weitergibt, ist eine Frage seines Geschäfts­modells und seiner AGB.

tipp3 behandelt die Wettgebühr transparent: Bei verlorenen Wetten trägt tipp3 die Gebühr selbst, bei gewonnenen Wetten werden 5 % vom Gewinn abgezogen. Auszahlung = Einsatz + 0,95 × Gewinn. Bei einer Wette von 10 € zu Quote 2,50 (Gewinn 15 €) zahlt tipp3 also 10 € Einsatz plus 14,25 € Nettogewinn, also 24,25 € aus, und führt 0,75 € an das Finanzamt ab. Bei einer verlorenen Wette trägt tipp3 die 0,50 €, die das Finanzamt auf den 10-€-Einsatz erhoben hätte. Bei win2day ist die Behandlung ähnlich, der Anbieter gibt sie in der Wettordnung an. Bei den Anbietern ohne österreichische Bewilligung ist die Lage weniger klar: Die Gebühr fällt auch an, wenn die Wette von Österreich aus bei einem ausländischen Anbieter platziert wird, der Anbieter muss sie abführen, ob er sie an den Wettenden weitergibt, ist seine Sache.

Der Bundes­finanzhof hat am 12.5.2026 (RV/7100519/2026) eine Beschwerde eines Anbieters gegen die 5-%-Regelung zurück­gewiesen. Damit ist die Gebühr verwaltungs­gerichtlich bestätigt. Wer wissen will, ob sein Anbieter die Gebühr korrekt behandelt, liest in der Wettordnung nach, wie Gewinn und Verlust verbucht werden. Wer pauschal „Anbieter X hat keine Wettgebühr“ liest, sollte kritisch nachfragen: Die Gebühr fällt an, der Anbieter kann sie nur in seiner Quote verstecken, sie verschwindet nicht.

Anbieter im Detail: Wer was bietet und für wen es passt

Die folgenden zehn Anbieter werden in der Reihenfolge des Forschungs­überblicks vorgestellt, mit der Lizenz, dem Programm, den Stärken und dem, was sie den Wettenden konkret kosten. Jeder Block endet mit einer Einordnung, was den Anbieter von den anderen unterscheidet.

tipp3

tipp3 ist die österreichische Marke, die am transparentesten mit der Wettgebühr umgeht. Die Bewilligung der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020 ist im Impressum nachzulesen, der Bescheid hat die Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020. Betrieben wird tipp3 von der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz am Rennweg 44, 1038 Wien. Das Wettprogramm umfasst Einzel­wetten, Kombi­wetten, Langzeit­wetten und Live-Wetten auf Fußball, Eishockey, Tennis, Handball und Formel 1. Im Spieler­schutz bietet tipp3 die Spielpause (1, 3 oder 6 Monate, Guthaben bleibt im Konto) und die Selbst­sperre (1, 2 oder 3 Jahre, Rest­guthaben wird auf das Bank­konto überwiesen). Beide Sperren sind nach Beginn nicht aufhebbar.

tipp3 ist die richtige Wahl für Wettende, die einen österreichischen Anbieter mit klarer Lizenz suchen und mit dem Programm Fußball, Eishockey, Tennis, Handball und Formel 1 auskommen. Wer eSports oder exotische Ligen sucht, wird bei tipp3 nicht fündig. Die Wettgebühr ist klar geregelt, was bei der Quote sichtbar wird, weil 5 % des Gewinns bei einer gewonnenen Wette abgezogen werden.

win2day

win2day ist das Sportwetten-Angebot der Österreichischen Lotterien, mit der Bewilligung der NÖ Landesregierung. Es ist wichtig, die Sportwetten von der Lotterie und dem Casino zu trennen: Die Sportwetten fallen nicht unter das Glücksspiel­gesetz, die Lotterie und das Casino laufen unter der Bundes­konzession nach GSpG, das sind zwei verschiedene Regime. Das Sportwetten­programm nennt Fußball, Eishockey, Tennis, Handball und Formel 1, mit Einzel­wetten, Kombi­wetten, Langzeit­wetten und Live-Wetten. Im Spieler­schutz gilt ein Einzahlungs­limit: bis 26 Jahre höchstens 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahre höchstens 1.680 € pro Kalender­monat, auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne zählen nicht zum Limit.

win2day passt zu Wettenden, die den österreichischen Marktführer für Lotterie und Casino bereits nutzen und ihre Sportwetten beim selben Anbieter abwickeln wollen. Das Einzahlungs­limit ist hart, wer mehr als 1.680 € im Monat einzahlen will, braucht einen Antrag, das schreckt Wenigwetter nicht ab, schränkt aber Hochwetter ein. Wer das Limit umgehen will, kann nicht zu win2day wechseln, das Limit gilt anbieter­seitig, nicht für eine ausländische Marke.

Starsportwetten

Starsportwetten nennt eine Bewilligung, veröffentlicht aber weder das Bundesland noch den Bescheid. Betrieben wird die Marke von der Star Sportwetten GmbH. Das Programm ist das breiteste unter den österreichisch bewilligten Anbietern: über 200 Fußball­ligen aus mehr als 80 Ländern, bis zu 10.000 Live-Spiele pro Monat, dazu Eishockey, Basketball, Tennis, Handball, American Football, Baseball, Volleyball, Rugby und Darts.

Starsportwetten ist die richtige Wahl für Wettende, die österreichische Bewilligung wollen und ein breites Programm suchen, das über die Standard­sportarten hinausgeht. Die fehlende Veröffentlichung von Land und Bescheid macht die Prüfung aufwendiger, ein Anruf beim Anbieter oder ein Blick in die Wettordnung klärt, welches Land die Bewilligung erteilt hat.

Admiral

Admiral gehört seit Langem zur Novomatic-Gruppe, das Unternehmen wurde 2001 an der Wiener Börse notiert und 2006 delistet, gegründet wurde es von Walter Grubmüller. Die Bewilligung ist die der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz. ADMIRAL Sportwetten GmbH sitzt in Gumpoldskirchen. Admiral betreibt in Österreich eine der größten Wett­annahme­stellen­ketten, die Sportwetten-Plattform im Web ist das digitale Gegen­stück.

Admiral passt zu Wettenden, die Marke und Wett­annahmestelle bereits kennen und ihre Online-Wetten beim selben Anbieter platzieren wollen. Wer in einer oberösterreichischen Annahmestelle wettet, hat denselben Vertragspartner wie online, das vereinfacht die Kommunikation. Die Wettgebühr wird in der Wettordnung behandelt, sie fällt auf jeden Einsatz an.

Merkur Bets

Merkur Bets ist der neue Name der Cashpoint-Sportwetten-Sparte in Österreich, die Marke wurde im Juni 2025 umgestellt. Die Cashpoint GmbH sitzt in Gerasdorf bei Wien, sie wurde 1996 gegründet. Die Bewilligung ist eine österreichische Land­bewilligung, Land und Bescheid werden vom Anbieter nicht öffentlich benannt. Die App nennt Live- und Vorab-Wetten, Cash Out, Einzel-, Kombi-, System- und Mehrweg­wetten auf Fußball, Basketball, Tennis, American Football, Formel 1 und Olympia.

Merkur Bets passt zu Wettenden, die einen österreichischen Anbieter mit langer Tradition (Cashpoint) suchen und ein erweitertes Sport­programm inklusive Basketball, American Football und Olympia erwarten. Wer die Marke unter dem alten Namen Cashpoint kennt, findet die Wettkonten unter dem neuen Namen wieder, die Übergangs­phase ist abgeschlossen.

Vierklee

Vierklee nennt im Impressum die Buchmacher­lizenz IIa.10.065/144-0 der Tiroler Landesregierung, anwendbare Rechts­vorschrift ist das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Betrieben wird Vierklee von der Vierklee Wettbüro GmbH. Die Marke ist in Westösterreich stark vertreten, die Wett­annahmestellen sind vor allem in Tirol und Salzburg zu finden.

Vierklee passt zu Wettenden, die einen Tiroler Anbieter mit klar dokumentierter Bewilligung suchen und ihre Sportwetten in einer Tiroler Annahmestelle platzieren. Wer österreichische Bewilligung und Tiroler Verwurzelung schätzt, hat hier einen verlässlichen Anbieter. Das Programm ist schmaler als bei Starsportwetten, aber solide.

GG.BET

GG.BET ist eine Marke ohne österreichische Bewilligung, lizenziert in Curaçao (OGL/2024/688/0234). Die Marke setzt einen Schwerpunkt auf eSports (Dota 2, Counter-Strike, Valorant, League of Legends, Rainbow Six Siege), dazu kommen klassische Sportwetten und virtuelle Sportarten. Im App Store (kanadische Ausgabe) ist die App ab 18 Jahren, sie richtet sich an iPhone-Nutzer. Die Aktionen umfassen Freebet und Comboboost.

GG.BET passt zu eSports-Wettenden, die ein breites Programm in dieser Kategorie suchen und bereit sind, auf eine österreichische Bewilligung zu verzichten. Wer die Konsequenzen trägt, akzeptiert, dass es keine österreichische Stelle gibt, an die er sich bei Streit um die Auszahlung wenden kann, und dass die Rechtslage je nach Bundesland umstritten ist.

Bets.io

Bets.io wickelt seine Sportwetten über die Plattform Softswiss Sportsbook ab, mit über 200 Sportarten inklusive eSports und Quoten von Betradar und Oddin.gg. Lizenziert ist die Marke in Anjouan (ALSI-202410047-FI2). Die genannten Bonus­arten sind Freebet und Comboboost. Die Auszahlung läuft über Kryptowährungen.

Bets.io passt zu Wettenden, die Krypto-Einzahlung und -Auszahlung schätzen und ein breites Programm über 200 Sportarten suchen. Wer keine Kryptowährungen besitzt, ist hier falsch, und wer Wert auf eine österreichische Bewilligung legt, sollte eine andere Marke wählen.

Betway

Betway ist lizenziert in Malta (MGA), eine österreichische Bewilligung ist nicht etabliert. Die App nennt Live-Wetten mit Livestreams in Fußball, Basketball, Eishockey, American Football, Darts und Tennis, Cash Out (ganz oder teilweise), Boosts und Super Boosts, Wett­konfigurator und Wett­konfigurator+ sowie die „Super Sub“-Funktion, die einen Spieler ersetzt, aber nur in den ersten 90 Minuten. Das Programm ist breit, von den europäischen Top-Ligen bis zu Nischen­märkten.

Betway passt zu Wettenden, die Livestreams, Konfigurator und Super Sub schätzen und die maltesische Lizenz akzeptieren. Wer in Österreich wettet, hat keinen österreichischen Ansprech­partner bei Streit, die maltesische Behörde ist zuständig.

Tipico

Tipico ist in Deutschland und Malta lizenziert, die Lizenz lautet MGA/B2C/101/2004. In Österreich ist Tipico Sponsor der Bundesliga seit der Saison 2014/15 und förderndes Mitglied des Österreichischen Sportwetten­verbands (OSWV). Eine österreichische Land­bewilligung ist nicht etabliert. Das Programm ist breit, mit Fußball, Basketball, Tennis, Eishockey und weiteren Sportarten.

Tipico passt zu Wettenden, die die Marke aus den Wett­annahmestellen kennen und das Online-Angebot nutzen wollen, ohne auf eine österreichische Bewilligung zu bestehen. Die Bundesliga-Partnerschaft ist ein Marketing-Argument, das die Quote nicht verbessert, sie ist im Wettschein sichtbar, im Gewinn nicht.

Live-Wetten und Cash Out: Wo der Anbieter eingreift und der Wettende verliert

Live-Wetten sind Wetten, die während eines laufenden Spiels platziert werden. Sie sind in Österreich eingeschränkt: Wien erlaubt nur Wetten auf Teil- oder End­ergebnisse, Oberösterreich nur auf numerische Zwischen- oder End­ergebnisse oder den nächsten Torschützen, in Niederösterreich ist die aktuelle Regelung nicht fest­gehalten. Was die Anbieter im Programm haben, ist nicht immer das, was das Land erlaubt, der Anbieter filtert seinen Pool. Starsportwetten nennt bis zu 10.000 Live-Spiele pro Monat. Betway zeigt Livestreams in mehreren Sportarten. 22bet und SpinBetter bieten Live-Wetten rund um die Uhr.

Cash Out ist der Verkauf der Wette vor Spiel­ende. Der Anbieter kauft dem Wettenden den Wettschein ab, zu einem Preis, den er selbst festlegt, und der Wettende nimmt einen sicheren kleineren Gewinn mit, statt auf den Ausgang zu warten. Cash Out ist eine Funktion des Anbieters, kein Gesetz, der Preis ist nicht markt­üblich, sondern intern kalkuliert. Wer Cash Out nutzt, akzeptiert, dass der Anbieter den Preis im eigenen Interesse setzt. Cash Out ist darum kein „Gewinn­mitnahme“, sondern ein Verkauf zu Anbieter­konditionen.

Häufige Fragen zu Online-Wetten in Österreich

Wie läuft eine Online-Wette in Österreich von der Anmeldung bis zur Auszahlung ab?

Die Anmeldung verlangt Name, Geburts­datum, Adresse und E-Mail, dazu die Bestätigung, mindestens 18 Jahre alt zu sein. Vor der ersten Auszahlung prüft der Anbieter die Identität, Ausweis­kopie, Adress­nachweis und bei E-Wallets oder Krypto ein Konto auf den eigenen Namen. Die Einzahlung läuft über Kredit­karte, Bank­überweisung, E-Wallet oder, je nach Anbieter, Krypto. Nach der Wettabgabe wird das Ergebnis eingetragen, die Wettgebühr von 5 % berücksichtigt und der Gewinn auf das Wettkonto gebucht. Die Auszahlung erfolgt auf demselben Weg wie die Einzahlung, bei E-Wallets meist innerhalb von 24 Stunden, bei Bank­überweisung in ein bis drei Werk­tagen.

Welche Bewilligung eines Bundeslandes braucht ein Anbieter, und wie lässt sich das prüfen?

Wer in Österreich Sportwetten anbietet, braucht eine Bewilligung des Bundeslandes, von dem aus er die Wette vermittelt. Die Bewilligung wird im jeweiligen Wettgesetz geregelt, die zuständige Behörde ist die Landesregierung oder, in Wien, der Magistrat. Prüfen lässt sich eine Bewilligung im Impressum des Anbieters oder in der Wettordnung; tipp3 und win2day nennen die NÖ Bewilligung mit Akten­zahl, Admiral die OÖ Bewilligung, Vierklee die Tiroler Buchmacher­lizenz mit Zahl. Wer keine Bewilligung findet, hat keinen Beleg.

Wie ist die Rechtslage bei Anbietern mit Sitz im Ausland einzuordnen?

Eine ausländische Lizenz (Malta, Curaçao, Anjouan) ersetzt keine österreichische Bewilligung. Die Rechtslage richtet sich nach dem Land, in dem der Anbieter den Wettbetrieb vermittelt, und ist je nach Bundesland umstritten. Der VwGH (9.4.2026) hat für Oberösterreich die Server­lage als Anker bestätigt. Eine pauschale Aussage „im Ausland ist illegal“ oder „im Ausland ist legal“ lässt sich nicht ableiten. Die Wettgebühr von 5 % fällt auch auf Wetten an, die von Österreich aus bei ausländischen Anbietern platziert werden.

Wer trägt die Wettgebühr von 5 %, der Anbieter oder der Wettende?

Die Wettgebühr ist eine Abgabe des Anbieters, nicht des Wettenden. Wie der Anbieter sie weitergibt, ist seine Sache. tipp3 etwa trägt sie bei verlorenen Wetten selbst und zieht 5 % vom Gewinn ab, wenn die Wette gewonnen wurde. Bei win2day ist die Wettordnung ähnlich. Andere Anbieter verstecken die Gebühr in der Quote, sie verschwindet nicht, sie ist nur nicht so leicht sichtbar. Wer die Gebühr in der Auszahlung sucht, prüft die Wettordnung des Anbieters.

Gibt es in Österreich ein bundesweites Einzahlungs­limit oder eine Sperre für Sportwetten?

Nein. Sportwetten sind keine Glücksspiele nach dem GSpG, sie fallen unter die Wettgesetze der Bundesländer. Eine bundesweite Sperr­datei für Sportwetten gibt es nicht, ein bundesweites Einzahlungs­limit auch nicht. Operator-Limits (win2day: 250 € pro Woche bis 26, 1.680 € pro Monat ab 26) sind Hausregeln, keine Bundes­regel. Die Glücksspiel­reform 2026 sieht Sperr­register und Limit­register für Glücks­spiele nach GSpG vor, Sportwetten sind nicht erfasst. Oppositions­anträge in Steiermark und Niederösterreich (2025) fordern ein Limit, es ist nichts beschlossen.

Wie berechnet sich die Auszahlung, und was ist die Marge?

Die Auszahlung einer Einzelwette ist Einsatz × Quote, der Reingewinn Einsatz × (Quote − 1). Bei einer Kombi­wette multiplizieren sich die Quoten, die Auszahlung ist Einsatz × (Quote₁ × Quote₂ × …). Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter von jedem Euro Einsatz behält. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten bei 1,90 ist die Auszahlungs­quote 0,95, die Marge also 5 %. Bei einem Drei-Wege-Markt zu 2,10, 3,40 und 3,50 liegt die Marge bei rund 4,7 %. Die Marge ist von Markt zu Markt und von Anbieter zu Anbieter verschieden, ein echter Quoten­vergleich rechnet sie heraus.

Inhalt erstellt vom Team «Dartswetten online»